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Schildkrötenjagt im Tauchparadies „WAKATOBI National Park. Die Insel Bali – Drehscheibe des Schildkrötenhandels
Das Indonesische
Archipel ist die Heimat von sechs, der sieben noch lebenden Arten von Meersschildkröten. Gemäß dem staatlichen Gesetz No. 5 aus dem Jahre 1990 und No 7 / 1999, sind alle
Meersschildkröten in Indonesien geschützt und der Handel mit den Tieren verboten. Wie die meisten Umweltgesetze werden auch diese weder beachtet, noch deren Überschreitung geahndet
! Noch bis vor 10 Jahren, wurden alleine auf der Insel Bali an die 25.000 Schildkröten auf brutalste Art und Weise geschlachtet - öffentlich und unter den Augen der Polizei!
Erst nach dem Fall des Suharto Regimes wurde es der nationalen Umwelt und Tierschutz Organisation PROFAUNA möglich einzugreifen. Zusammen mit anderen Organisationen und SOS-SEATURTLES
wurden die Massaker an dieser, vom Aussterben bedrohten Tierart, weltweit publik gemacht. Unzählige weltweite Publikation, TV-Dokumentationen, Petitionen,
Protestbriefe, Medienkonferenzen, Kundgebungen und Gespräche mit Regierungsmitgliedern trugen dazu bei, dass die Schutzgesetze endlich griffen. Polizeiaktionen gegen Fangboote und
Händler fanden plötzlich regelmässig statt und die PROFAUNA Aktivisten konnten sich ein Netzwerk aufbauen, um alle Bewegungen an der Schildkrötenfront zu verfolgen. Die Zahl der auf Bali
getöteten und gehandelten Schildkröten ist in den letzten sieben Jahren von ca. 25.000 Tieren auf ca. 3.000 geschrumpft und sinkt langsam aber sicher weiter. Der ganze Handel findet seit
langem nicht in der Öffentlichkeit, sondern im Versteckten statt. Die immer wieder stattfindenden Polizeikontrollen machen den Fängern und Händlern das Leben immer schwerer. Reportagen von
unseren Kampagnen, Polizei und Befreiungsaktionen finden Sie hier: www.sos-seaturtles.ch/newsseite_deutsch.htm www.sos-seaturtles.ch/Turtle_Week_Bali_2007_.htm Es wäre noch zu
früh von einem totalen Sieg gegen die Turtle-Mafia auf Bali zu sprechen, doch das Erreichte ist schon gewaltig und jetzt geht es darum, wer den längeren Atem und die größere Ausdauer
hat. SOS-SEATURTLES wird die PRO-FAUNA Aktivisten und das „TURTLE RESCUE TEAM“ des auf Bali lebenden Schweizers Heinz von Holzen, mit allen Mittel unterstützen und natürlich auch
direkt an der Turtlefront tätig sein!
WAKATOBI National Park – der Schein trügt
Die auf Bali gehandelten Schildkröten werden nicht vor Ort gefangen, da es schlichtweg seit Jahrzehnten dort keine mehr
gibt. Sie werden von überall her angeliefert, vor allem aus Südost Sulawesi, einem Gebiet welches auch zu den besten Tauchgründen weltweit gehört! PROFAUNA www.profauna.or.id/content/en/index.html hat über Monate hinweg vor Ort
recherchiert und kann jetzt handfeste Zahlen und Beweise auf den Tisch legen. Erschreckend ist die Tatsache, dass von den insgesamt 1.115 Schildkröten über
600 im "Vorzeige Reservat" WAKATOBI Nationalpark gefangen wurden. Das Wakatobi Gebiet liegt zwischen dem Banda- und dem Floresmeer und ist mit 1.39 Millionen
Hektar der zweitgrößte Nationalpark Indonesiens. Was für den Besucher so beruhigend wirkt und eine heile Welt vorgaukelt, ist leider nur Schein! Das betrifft nicht nur den
Schutz der Meeresschildkröten, sondern auch die Haie, Napoleons und Zackenbarsche, die mit Zyanid für den asiatischen Markt gefangen werden. Schuld daran ist nicht mal primär der Mangel an
Geld – jeder Besucher wird zur Kasse gebeten - sondern Korruption, zentralistische Fehlplanung, Desinteresse, kulturelle Disparitäten, Bürokratie und mangelnde Motivation. Neben der
Tatsache, dass dadurch eine der am meisten bedrohte Tierart ausgerottet wird, müssen wir auf das Leid jedes einzelnen Tieres sehen, bis es dann durch den Schlächter bei lebendigem Leib
ausgeweidet wird! Die Schildkröten werden mit Netzen, in Reusen, mit Harpunen oder bei der Eiablage gefangen. Bis wieder einmal ein Boot nach Bali ablegt können Monate vergehen, die
Tiere werden zwischenzeitlich in kleinen, mit Brackwasser befüllten Becken gehalten, meist nicht tief genug, um genügen Kühlung und Schutz vor der Sonne zu garantieren – von Futter
ganz zu schweigen. Wir haben schreckliche Verletzungen, von abgelöster Haut und Gewebezersetzungen dokumentiert. Für den Transport werden den Schildkröten die Vorderfüsse durchstochen,
gefesselt und diese übereinander gestapelt für mehrere Wochen im Schiffsrumpf gelagert. Das schreckliche Ende in Bali ist dann nur die Erlösung des Leidenweges. Ausführlicher Report
der der Untersuchungen ,welche über drei Monate lang in Südost Sulavesi gemacht wurden - www.sos-seaturtles.ch/ProFaune_Trafficking_Report_2007.htm PROFAUNA und SOS-SEATURTLES will nun der illegalen Jagt und dem Handel ein Ende
setzten. Neben Aktivitäten vor Ort, geht es vor allem darum, starken Druck auf die Behörden auszuüben. Wie auf Bali muss die Polizei auch in Südost Sulavesi, vor allem im
WAKATOBI National Park, ihren Pflichten nachkommen. Dazu haben die PRO-FAUNA Mitarbeiter Kontakte, die bis zu hohen Regierungsbeamten reichen. Wichtig ist, dass die offiziellen Stellen
realisieren, dass dem Rest der Welt die Meeresschildkröten nicht gleichgültig sind. SOS-SEATURTLES ist wie immer das Sprachrohr außerhalb des Landes und publiziert die Fakten in den
Medien, weltweit und mit der Möglichkeit Protestbriefe an verantwortliche Regierungsvertreter zu senden.
Natürlich kosten solche Kampagnen und Aktivitäten auch Geld.
SOS-SEATURTLES ist eine „non profit “ Organisation und alle Spenden werden zu 100% für die Schildkrötenprojekte eingesetzt. Neben privaten Spendern unterstützt uns auch seit Jahren
die Tauch und Reiseindustrie. Alle Supporter sind auf der Startseite von SOS-SEATURTLES dankend aufgeführt: www.sos-seaturtles.ch/ Bitte unterstützen Sie uns auch bei der WAKATOBI Aktion. Was wir mit den Spenden getan haben und tun werden zeigen wir auch - die
weltweiten Publikationen von SOS-Seaturtles sprechen eine klare Sprache! www.google.ch/search
Wir sind an der Front - nicht am Schreibtisch!
Ich zähle auf Ihre Hilfe im Kampf gegen die Schildkrötenmafia !
Kurt Amsler
Hier geht es zum Protestbrief - www.sos-seaturtles.ch/Mitmachen
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