 |
|
|
|
|
|
 |
 |
|
UWW 12.03
|
|
|
 |
 |
|
Dieser kleine Rechner schläft nie, außer man beraubt ihm seiner Batterien. Das ist das auf den ersten Blick charakterisierende Merkmal
des neuen TUSA –Tauchcomputers IQ – 700. Stets ist in großen LCD – Lettern die Uhrzeit in Stunden, Minuten und Sekunden angezeigt, dazu das aktuelle
Datum, dort, wo die meisten Brüder des Marktes nach getaner Arbeit auf dem Display die große Leere gähnen lassen. UnterWasserWelt hatte als erstes deutschsprachiges
Tauchmagazin den IQ – 700 im Test.
Man nehme, so könnte man sagen, die besten Zutaten bereits bekannter Tauchcomputer und mache daraus einen neuen
Rechner, der alle Vorteile vereint und doch ein eigenständiges Produkt bleibt. So erinnert die klare Anzeige und Größe der Daten an Uwatec, die Art der grafischen
Infos mit farblich markierten Bereichen hat bei Oceanic Tradition, die Wiege aktiver Beleuchtung des Displays stand bei Mares. Aber wir machten es uns zu leicht,
betrachteten wir den IQ – 700 nicht als das, was er ist: Ein moderner Tauchcomputer, der aus der einen oder anderen Schwäche aktuell angebotener Rechner gelernt
hat es besser zu machen. Was sind die häufigsten Schwachstellen bei Tauchcomputern? Nein, nicht die Zuverlässigkeit, es sind dies die Anzeigen während des
Tauchgangs und die Batteriekapazität. Viele Rechner überfluten die Taucher auf Tiefe mit einer Datenmenge, dargestellt mit kleinen LC – Lettern und Zahlen, die
über das aktuelle Informationsbedürfnis weit hinausgehen und im Einzelfall auch noch eine Lesebrille erforderlich machen. Und, seit es die erfreuliche Möglichkeit gibt
die Batterien selber wechseln zu können, arbeiten viele Rechner mit energiefressender Hardware, die nach 50 Tauchgängen um frische Zellen jammert. Man sieht es dem IO
– 700 nicht an, dass seine beiden Knopfzellen (Li/MnO2, 3V) etwa drei Jahre nicht getauscht werden müssen, bei 50 Tauchgängen jährlich, trotz permanenter
Zeitanzeige und Abstimmung des Umgebungsdrucks in einem Intervall von 10 Minuten. Da wird es vielen anderen Modellen schon nach 1/3 der Zeit weich in den Knien.
Was kann der IQ – 700?
Was ist UFDS? Diese Eigenschaft kann man dem IQ – 700 bescheinigen, wird damit der Begriff „user friendly display
system“ - zu deutsch – anwenderfreundliches Anzeigesystem – gemeint. Alle Anzeigen sind beispielhaft klar zu interpretieren, drei Tasten regeln
displayunterstützt die Bedienung und Programmierung.
|
|
 |
Konzentrieren wir uns in dieser Übersicht auf die wichtigsten Funktionen, basierend auf dem 9 Gewebe berücksichtigenden Rechenmodell nach Bühlmann, so
sei die volle Nitroxfähigkeit an erster Stelle erwähnt, die die freie Wahl zwischen Sauerstoffanteilen bis 50% (in 1% - Schritten) und einer Sauerstoffsättigung (Partialdruck) von
1,0 – 1,6 bar zulässt. In einem automatisierten Modus kann das heute gebräuchlichste Nitroxgemisch von 32% mit einem Sättigungsgrad von 1,4 bar abgerufen werden und man
befindet sich mit dieser Einstellung auf der sicheren Seite. Natürlich werden zu den gewählten Nitroxmischungen auch die maximal zulässigen Tauchtiefen angezeigt! Akustische
wie auch optische Warnsignale können gesetzt werden bzw. sind werkseitig aktiviert. Dazu zählen Warnungen vor zu hoher Aufstiegsgeschwindigkeit, dem Erreichen von
Dekompressionsstufen, maximaler Tauchgangtiefe und Tauchzeit sowie Sauerstoffsättigung. Natürlich sind die vorgenannten Parameter auch im Display dargestellt, übersichtlich
gruppiert, gut ablesbar sowie durch Pixelgrafiken und farbige Grafiksegmente begleitet. Dekoverstöße werden mit einer Blockierung des Rechners für 48 Stunden geahndet.
Anders als bei manchem Mitbewerber kann das Display des IQ – 700 auch außerhalb des Wassers (oder vor dem Wasserkontakt) beleuchtet werden , so dass die vorbereitenden
Einstellungen – so notwendig - bei Nachttauchgängen wesentlich erleichtert werden. Bei Tauchgängen ab 10 Meter Tiefe fordert der Computer einen Sicherheitsstop ab,
der in Tiefen zwischen 5 und 3 Metern erfolgen muss. Für den Einsatz in Tauchschulen kann der IQ – 700 mittels einer Reset – Taste neben dem Batteriefach
zurückgesetzt werden, d.h. die für Wiederholungstauchgänge relevanten Daten werden gelöscht und für den neuen User beginnt der Computer „unbelastet“ zu
rechnen. Allerdings werden dabei auch die Einstellungen von Uhrzeit und Datum gelöscht, so dass der Computer hier mit den aktuellen Daten neu gefüttert werden muss. Unberührt
vom Reset bleiben die Logbuchdaten (30 Stunden bzw. maximal 60 Tauchgänge und die History – Addition der Gesamttauchzeit, tiefster Tauchgang, Tauchgänge – maximal
500). Selbstverständlich gibt es auch eine Tauchgangplaner und wer im Logbuch die aufgezeichneten Tauchgänge ansehen möchte, der kann sogar die Tiefenkurven grafisch
dargestellt erhalten. Um alle Tauchgänge extern abzuspeichern und gewisse Funktionen des IQ – 700 zu bearbeiten, ist der Datenaustausch zu einem PC mit Hilfe eines
optionalen Interface möglich. Auf Tiefe
Man sollte als Taucher immer seine „Sieben Sinne“ aktiviert haben, doch seien wir ehrlich, wer vergaß
nicht schon einmal ein älteres Rechnermodel vor dem Bergseetauchgang auf die Meereshöhe einzustellen oder manuell zu aktivieren, verlangte er vor dem Sprung ins Wasser nach einer
persönlichen Einladung? Der IQ – 700 entlässt den Anwender hier aus der Verantwortung, das Meereshöhenlevel wird automatisch eingestellt und taucht man ab, so rechnet er ab
1,5 Meter Wassertiefe selbständig und ohne vorherige Aktivierung. Das ist bereits in der ersten Tauchphase Sicherheit pur. Die nächste sicherheitsrelevante Hürde meistert der
IQ – 700 souverän, die Frage der Ablesbarkeit der Anzeigen stellt sich erst gar nicht, denn sie ist vorbildlich. Erst auf Tastendruck kommt man in weitere Anzeigemenüs, die
nicht zu den wichtigsten Tauchgangdaten zählen, hier erfährt man auch auf die Kommastelle genau die Wassertemperatur. Wird es düster, so beleuchtet man nach Druck auf die
rechte Taste den Displayhintergrund für 10 Sekunden. Die Bedienung der Tasten ist auch mit Handschuhen problemlos. Um die Ablesbarkeit bei Dunkelheit zu toppen, hätte man das
Display „nachleuchtend“ (Display leuchtet nachdem es mit einer Taucherhandlampe angestrahlt wurde) gestalten können, doch vielleicht dürfen wir solch ein Merkmal in
einer späteren Version einmal besonders erwähnen. Deutlich hörbar sind die akustischen Signale, ein weiteres Plus an Sicherheit.
Oberfläche
Nach dem
Tauchgang sind die Zeiten für die Stickstoffentsättigung, gegebenenfalls der Sauerstoffsättigung (Nitrox) und entsprechend die Flugverbotszeiten angezeigt. Die Logbuchdaten
stehen zur Verfügung und - als Special - eine Tauchgangplanung mit Intervalleinstellung zum nächsten Tauchgang kann durchgeführt werden. Wenn nötig kann der Rechner jetzt
aber auch neutralisiert werden (Reset), um im Tauchschulbetrieb eingesetzt zu werden.
Fazit
Mit dem IQ – 700 bietet TUSA einen im Wettbewerb sehr gut
platzierten Tauchcomputer an, der auch den höchsten Ansprüchen gerecht wird. Übersichtlich, leicht ablesbar und in weiten Teilen intuitiv bedienbar, das sind Fakten, die zählen.
Mit diesem Rechner bestätigt TUSA seinen hohen Stellenwert im internationalen Tauchsportmarkt.
|
 |
 |
|
FAKTEN
Tauchdaten - Dekorechner; Nitroxfähig (bis 50% O2 in 1%-Schritten);
Vollständige Resetfunktion (nur Gassättigungsdaten, Logbuch und History bleiben erhalten); Nitroxparameter (PO2 und FO2), PO2-Einstellung möglich von 1,0 bar bis 1,6 bar;
EAN 32 mit einem Tastendruck; Nitrox Einstellung in 1% Schritten von 21% bis 50%; O2-Sättigungsgrafik; CNS - Grafik; Sicherheitsstop 3 - 5 m;
UFDS (user friendly display system); Display-Hintergrundbeleuchtung; Batteriewechsel durch Benutzer; Optische und akustische Warnanzeigen (Tiefe max., Zeit, Ablauf
der NDL-Zeit, Aufstiegsgeschwindigkeit, PO2, N2 Dekotiefe und -Zeit, Batterie); Uhr mit Kalenderfunktion (auch beim Tauchgang abzurufen);
Automatische Aktivierung des Bergseemodus (4 Stufen: 0 - 6000 m); Tauchgangplanung; Tauchgangssimulation; Logbuch Daten in drei Ebenen abrufbar; Logbuch (60
Tauchgänge) mit komplettem Tauchgangsprofil der letzten 30 Std. in 30 Sek. - Schritten; Tauchgangshistory; PC-Interface optional; Preis: ca. € 373,-
Lieferbar ab: Januar 2004 Infos: www.tusa.de
|
 |
|
|
|
Computer
|
TUSA IQ - 700
|
|
|
|
Display
|
Übersicht, Ablesbarkeit
|
6
|
6
|
|
Beleuchtung
|
|
3
|
3
|
|
Aktivierung
|
automatisch / manuell
|
3 / 1 Punkte
|
3
|
|
Bergseemodus
|
automatisch / manuell
|
3 / 1 Punkte
|
3
|
|
Batteriewechsel
|
vom Besitzer - in Fachbetrieb
|
3 / 1 Punkte
|
3
|
|
Nitroxfähig
|
ja - nein
|
3 / 0 Punkte
|
3
|
|
Bedienbarkeit der Menüs
|
|
6
|
6
|
|
PC - Auswertung
|
USB
|
3 / 2 / 0 Punkte
|
3
|
|
Individuelle Anpassung
|
Alarme usw
|
3
|
3
|
|
Extras
|
EAN 32 direkt, Reset, History
|
3
|
3
|
|
Verarbeitung
|
|
6
|
6
|
|
Preis
|
|
|
€ 373,-
|
|
Punkte maximal
|
|
42
|
|
|
Punkte erreicht
|
|
|
42
|
|
Ergebnis - Note
|
|
|
1
|
|
Preis / Leistung
|
|
|
sehr gut
|
|
|
|
|
|
|

|
|

|
|
Taucheruhren
und Schmuck
|
|
|
|

|
|
Indoor - Tauchen
|
|

|
|
Lichtsysteme
|
|
|
|
Anzüge
|
|

|
|

|
|

|
|
Foto / Video
|
|

|
|

|
|
Aktion:
Taucher in Not
|
|

|
|
|
|
|
|