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Tauchen
Die Wasserfläche ist groß genug für Gruppen von Tauchschülern und Tauchgästen. Vier Einstiege haben sich herausgebildet, wobei zwei als kurze Wege
zu den Ausbildungsplattformen dienen, einer führt am Südostufer an die kleine Steilwand und ein weiterer im Nordwesten direkt zum „Michl“. Solange keine
Badebetrieb ist, kann man auch den Seezugang an der Badeanstalt nutzen und dort die versunkenen Uferbefestigungen und die alte Badetreppe inspizieren.
Eine Eigenart der Natur teilt den See von außen unbemerkt in zwei Becken mit Maximaltiefen von 23 Meter und 36 Metern. Quer durch die Seemitte hat sich ein Damm
gebildet, der bis auf 4 - 6 Metern Tiefe aufsteigt und auch „Urifalle“ genannt wird. Taucht man in Tiefen von mehr als 6 Metern am Seerand entlang gelangt man
nie in den hinteren Teil des Sees sondern umrundet nur den vorderen Kessel. Also muss man den Kompass beobachten und bei entsprechender Abweichung vom Kurs in
geringere Tiefe aufsteigen und den bis zu 20 Meter breiten Damm überqueren. Die Sichtweiten im See sind zumeist sehr ordentlich, können aber natürlich schwanken,
wenn Regen Sediment ins Wasser spült. Wir erlebten stellenweise selbst bis etwa 8 Meter Sicht, und das obwohl sich immer wieder kräftige Niederschläge in den See
ergossen. Die Kleiderordnung verlangt nach einem Trockentauchanzug oder einem guten Halbtrockenen, damit die Erkundung des Bergsees richtig Spaß macht. Unsere
Instrumente registrierten eine Wassertemperatur von 9° C in Tiefen bis 15 Metern. Im Sommer ist das Oberflächenwasser natürlich wärmer, aber Sprungschichten schaffen
dann rasch Abkühlung. Die Landschaft unter Wasser ist bestimmt durch kiesige Hänge, die von weichem Sediment überzogen sind. Krautiger Bewuchs ist spärlich
anzutreffen. Bei niedrigem Wasserstand verlandet eine im Nordostteil des Sees befindliche Bucht, die mit 2 – 3 Metern Tiefe gute Bedingungen für den Wuchs von
Wasserpflanzen bietet und somit auch einen schönen Tauchplatz darstellt. Bei den Unterwasserstreifzügen stößt man auf Baumstämme, die in die Tiefe weisen, Astwerk,
das aktuell von dichten Schleiern Krötenlaich behängt war, große Muscheln und Reste versunkener Vegetation des einstigen Waldes. Beim Fischbesatz muss von Peter
Kuzmiak etwas nachgeholfen werden, einzig die kleinen Sonnenbarsche fühlen sich langfristig im Urisee richtig zuhause und finden genügend Nahrung, um sich zu
vermehren. Forellen, Spiegelkarpfen, Schleien und Saiblinge werden eingesetzt und an ihnen erfreuen sich Taucher und angelnde Gäste gleichermaßen. Es gibt hier auch
keine Konkurrenz zwischen Tauchern und Anglern, Peter instruiert die Freizeitfischer immer, dass sie bei Annäherung von Luftblasen die Schnur einholen und das
funktioniert gut. Fotografen kommen im See auch auf ihre Kosten, wobei die Verwendung von Weitwinkelobjektiven oder gar einem Fisheye besonders zu empfehlen ist.
Dann kann man auch Taucher mit ins Bild setzen und zusammen mit Astwerk oder Baumstämmen fotografieren. Das Tageslicht hat bis in Tiefen von 15 Metern ausreichende
Wirkung, so dass man bei einer Empfindlichkeit von 24° ISO / ASA noch mit Mischlicht arbeiten kann.
Seekarte
Apres Dive
Um die Entspannung perfekt zu machen genügt eine kurze Fahrt um den Bergrücken, der die Sicht auf
das Schloss Neuschwanstein verhindert, nach 20 Minuten ist man in Schwangau, im bayerischen Allgäu und nicht mehr im österreichischen Tirol. Dort empfängt die
„Königliche Kristall – Therme“ mit einem großen Wellnessangebot seine Gäste. Entspannende Thermalbecken, Strömungsbecken und Massagedüsen verwöhnen –
immer auch mit einen Blick auf das Schloss des Märchenkönigs. Der edle Glanz des sagenumwobenen Monarchen findet sich auch in den Räumen der Therme wieder. Besonders
der Saunabereich und das Dampfbad entführen in eine andere Welt. Und - im Hotel Urisee kann man vergünstigte Eintrittskarten für die Therme kaufen.
Fazit
Ob für ein Wochenende oder ein paar Tage mehr, der Urisee bietet Tauchern aller Ausbildungsstufen reizvolle Möglichkeiten zur Erholung. Tauchschulen
profitieren von den unter Wasser verankerten Plattformen, auf denen in unterschiedlichen Tiefen die notwendigen Übungen gemacht werden. Auch Tauchclubs werden gerne
gesehen und wer sich den Kick des Eistauchens geben möchte, ist hier an der richtigen Adresse.
Kontakt
Sporthotel Urisee Brigitte & Peter Kuzmiak A-6600 Reutte/Tirol Tel. 00435672/62301 Fax .../623014 •
www.urisee.at
www.kristalltherme-schwangau.de
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