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Als digitale Spiegelreflexkamera des mittleren Preissegments steht die Nikon D300 bereits auf der Schwelle zur Profiklasse. Bei der Bildqualität glänzt das 12 -
Megapixel-Modell mit hervorragenden Werten; als Kamera mit dem herkömmlichen Sensorformat (23,6 x 15,8 mm) brilliert sie bei der Auflösung, dem Rauschverhalten und der
Bewältigung von Objektkontrasten.
Ihre handliche Größe (im Vergleich zu den Top-Kameras), die üppige Ausstattung (z. B. 51 AF-Sensoren, 3Zoll-Monitor mit Live-View,
Sensorreinigung, Magnesiumgehäuse, Spritzwasserschutz) und der moderate Preis (Händler verlangen derzeit für den Body durchschnittlich etwa 1650,– Euro) sind
Kriterien, die bei Kaufentscheidungen zählen. Manch anspruchsvoller Unterwasserfotograf hat folglich die D300 längst im Visier und Subal das passende Gehäuse dazu.
Das Produkt
Flüchtig betrachtet, gleichen sich das neue Gehäuse ND30 und das ND20 fürs Vorläufer-Kameramodell D200 wie eineiige Zwillinge. Weshalb
auch sollten ohne triftigen Grund probate Konzepte und Lösungen oder das herstellertypische Design geändert werden? Vielmehr spricht dies – zum Vorteil des
Kunden – für Kontinuität wie Effizienz bei der Konstruktion und Fertigung, wenn der technische Klon aus seewasserbeständigem Aluminium, säurefestem Edelstahl,
zähem Kunststoff und anderen hochwertigen Zutaten nur Detailanpassungen in Maßschneidermanier erfahren hat. Die Gruppe der Bedienelemente aus Hauptschalter,
Funktions- und Belichtungskorrekturtaste wurde wohl aus fertigungstechnischen Gründen marginal überarbeitet. Auf der anderen Seite ist oben ein kleiner Hebel für die
separate Blitzbelichtungskorrektur hinzugekommen. Der Drehknopf und die drei Tasten dahinter (Aufnahmebetriebsartenwähler, Bildqualität, Weißabgleich, Empfindlichkeit)
sind notgedrungen auch bei diesem Gehäuse auf engem Raum angeordnet – ein nebenan montierter Blitzarm erschwert den Zugriff. Keine Neuheit, aber selbst nach
vielen Jahren der Bewährung noch immer eine lobende Erwähnung wert ist der Hebel, mit dem sich das Fokussierrad rasch und leicht aus- oder einkuppeln lässt. Auf der
Rückwand hat das Fenster die Maße des 3- Zoll-Monitors angenommen. Wenn es rechts und links davon die verschiedenen Tasten zu drücken gilt, sind auch dicke Handschuhe
kein Handicap. Einen wesentlichen Anteil daran hat die Entflechtung der Tastengruppe für den Multifunktionswähler durch kleine, innere Ausleger. Die Sucheroptik ist
fest in der Gehäuserückwand montiert. Da Subal-Kunden mittlerweile zwischen drei verschiedenen Versionen wählen können, sind diese austauschbar. Das Umrüsten mit
Dichtheitsgarantie erfolgt durch den Hersteller oder eine autorisierte Werkstatt. Neben dem Standardsucher gibt es den GS180, der das Reflexbild vergrößert zeigt. Der
ebenfalls vergrößernde, drehbare 45°-Winkelsucher WS45 komplettiert seit einigen Monaten das Angebot. Seine Optik ist in einem verblüffend kleinen Gehäuse
untergebracht, das bei Querformataufnahmen allerdings so weit nach unten auslädt, dass es das Monitorfenster im oberen Drittel überdeckt. Wirkliche
Informationsverluste entstehen dadurch nicht, weil der D300-Monitor eine schräge Betrachtung erlaubt. Abhängig von der jeweiligen Fotoaufgabe, können alle unter
Wasser sinnvoll einsetzbaren Objektive verwendet werden. Dafür sorgt das breite Subal-Sortiment an hochwertigen Plan- und Domports, zu denen seit diesem Jahr auch ein
großkalibriger 10-Zoll-Dom (insbesondere für Halb-und-halb-Aufnahmen) gehört.
Im Einsatz
Der praktische Gebrauch der Unterwasser-Fotoausrüstung
beginnt mit dem Einbau der Kamera. Die exklusiven QuickLock-Verschlüsse überraschen hier zunächst jeden, der erstmals ein Subal-Gehäuse in die Hand nimmt. Zwei
gefederte Hebel müssen niedergedrückt und um 90° gedreht werden, um den Deckel zu öffnen oder zu schließen. Beim Verriegeln wird eine Sicherung wirksam, die ein
versehentliches Öffnen verhindert. Die Kamera wird – bequem außerhalb des Gehäuses – mit der Stativschraube auf einer Platte befestigt. Diese besitzt
Führungen für zwei Stifte, auf denen sie ins Gehäuse gleitet; ein Riegel hält sie in der Endposition. Der ebenso einfache umgekehrte Vorgang ist nötig, um den Akku
oder die Speicherkarte auszutauschen, wobei der Schlitten mit der Kamera verbunden bleiben kann. Große Objektive müssen portseitig montiert werden. Für den generell
einfachen frontalen Objektivwechsel ist das Gehäuse mit einem Adapter für den Entriegelungsknopf an der Kamera ausgerüstet. Das ND30 ist standardmäßig für den
elektrischen und mechanischen Anschluss von zwei Blitzgeräten vorbereitet. Am Schuh auf dem Gehäuse oder einer optionalen Schiene kann weiteres Zubehör montiert werden.
Im Wasser besitzt die Fotoausrüstung einen geringen Abtrieb, der von der verwendeten Objektiv-Port-Kombination beeinflusst wird. Zwei anatomisch geformte Griffe
geben den nassen Händen sicheren Halt. Eine Schlaufe am rechten Griff unterstützt das einhändige Führen. Um sie nicht als Fessel zu empfinden, sollte – anders
als an Land – die linke Hand das Drücken der Funktions- und Belichtungskorrekturtaste übernehmen. Die Daumen gelangen zu den Tasten auf der Rückwand, ohne dass
die Hände ihre Griffe verlassen müssen. Die besonders wichtigen Bedienelemente für den Auslöser, das vordere und hintere Einstellrad, die Taste AE-/AF-L (oder
alternativ AF-ON) auf der rechten Seite sowie das Fokussier-/Zoom-Rad links sind ganz bequem zu erreichen.
Fazit
Die funktionale Konstruktion und
präzise Fertigung des Gehäuses zeugen vom hohen Subal-Knowhow, das Praxisorientierung und Zuverlässigkeit garantiert. Die Kombination aus D300 und ND30 ergeben ein
Werkzeug für Unterwasserfotografen, das auch professionellen Ansprüche voll genügt.
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