|
Helfen alle diese Verhaltensregeln nicht weiter, wird es schwerer, denn die meisten der Präparate gegen Seekrankheit haben sog. zentrale Nebenwirkungen, die sich mit
dem Tauchen nicht vereinbaren lassen. Diese zentralen Nebenwirkungen können aus Müdigkeit, Seestörungen oder sogar Koordinationsstörungen bestehen. Also kann nach der Einnahme solcher zentral
wirksamen Medikamente (zu denen unter anderem auch Antiallergika gehören können!) die Ausübung des Tauchsportes unter Umständen gefährlich sein.
Auch der Kaugummi der in der Apotheke erhältlich ist und speziell gegen Seekrankheit entwickelt wurde gehört vor einem Tauchgang nicht in des Tauchers Mund. Ebenso
das Pflaster, welches hinter das Ohr geklebt gegen Seekrankheit helfen soll, weist die oben genannten Nebenwirkungen auf. Außerdem ist es nicht mehr im Handel.
Es hilft hier nur Mutter Natur. Das Geheimnis liegt in der Ingwer Wurzel. Es gibt mehrere Präparate mit dem Extrakt aus der Ingwer Wurzel die sehr gut gegen
Seekrankheit helfen und keine zentralen Nebenwirkungen aufweisen (siehe unten).
Noch einfacher und billiger geht es mit der Wurzel selber. Hier ein Rezept mit dem seekranke Taucher bei langen Reisen wieder fit gemacht werden können.
Es eignen sich jede Form von Packungssuppen und eine Handvoll Glasnudeln: Suppe heiß machen, mehrere Scheiben geschälte Ingwerwurzeln mit kochen. Anschließend die
Glasnudeln mit aufkochen. Dieses Rezept ist rasch auch auf einem Schiff zubereitet und kann auch schon von Übelkeit gebeutelten Tauchern gut verzehrt werden.
Vor Antritt einer längeren Überfahrt oder Reise kann schon am Vorabend so ein Süppchen genossen werden. Morgens dann eine „Ingwer-Pille“ (z.B.
Zintona®) und der Tauchgang ist gerettet.
Auch die homöopathische Apotheke kann unter Umständen ein Mittel gegen Seekrankheit bereithalten: Cocculus D12 3x5 Globuli pro Tag helfen in manchen Fällen sehr gut.
Was auch noch gut gegen die Seekrankheit helfen soll, sind die „Sea-bands“, die manche Outdoor-Hersteller anbieten.
Medizinmänner, die in der Chinesischen Akupunktur versiert sind, haben noch eine weitere Form der Therapie zur Hand, wenn die See rau werden sollte. Es gibt einige
Akupunktur-Punkte am Ohr die hervorragend gegen Seekrankheit helfen.
Am einfachsten ist es jedoch den Gott alles Leiblichen, Lukull, zu bemühen, sich mit einer gehörigen Menge Ingwer-Wurzeln auszustatten und in der Reisevorbereitung
einige Gerichte mit diesem schmackhaften Gewürz zurechtzulegen, die sich einfach zubereiten lassen. Mit Lukull, Zintona, Cocculus und Doc Zellers Strategie wird auch ein rauer Trip zu den
Brothers zu einem unvergesslichen Erlebnis ohne Fischfütterung. Pech für die Fische.....
Dr. Thomas Zeller Website
|