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ANREISE
Fast tägliche Verbindungen nach Hulule sind in den Flugplänen zu finden. Gut 10 Stunden dauert der Flug, der auf dem Weg in den
Indik meist über Nacht stattfindet. Vor Ort muss man seine Uhr 4 Stunden vorstellen (3 Stunden, wenn in Europa die Sommerzeit gilt). Je nach Fluggesellschaft werden bis zu 30 kg
zusätzliches Sportgepäck kostenlos befördert. Zur Einreise mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von 30 Tagen genügt ein noch 6 Monate gültiger Reispass. Möchten Sie länger
bleiben, muss ein Visum beantragt werden.
Nach der Ankunft werden Sie von den Reiseleitern oder Beauftragten der Ressorts bzw. Safariboote in Empfang genommen. Entweder
geht es nun ein paar Meter zum Hafen, das Gepäck auf Koffertrollies schiebend oder es findet ein kurzer Bus-Transfähr zum Terminal der Air-Taxis, den rot-weiss gestrichenen
Wasserflugzeugen, statt. Weiter entfernt liegende Inseln werden mit den bequemen Flugzeugen angesteuert, durchschnittliche Reisezeit 30 Minuten. Näher liegende Ressorts erreicht
man mit normalen Dhonis oder mit Schnellboten. Von etwa 20 Minuten bis zu 3 Stunden kann dieser Transfähr dauern.
Hauptsaison ist von November bis April. Die
Lufttemperatur ist stets bei 28° C, ähnlich warm ist auch das Wasser, das in den Lagunen der Inseln leicht auf 30° C erwärmt sein kann. Ausserhalb der Kernsaison bestimmt der
Monsum das Wettergeschehen, was aber nur zu Regengüssen zwischendurch führt und nicht zu einer lang anhaltend schlechter Wetterlage. Die Temperaturen ändern sich auch dann nur
kaum. UNTERKUNFT
Je nach Ressort sind die Unterkünfte sehr unterschiedlich. Es gibt einfache aus Korallengestein gebaute einzelstehende Hütten mit
Palmblätterdächern, Dusche mit offenem Dach und einem Deckenventilator, alternativ auch mit Klimaanlage, bis hin zu kleinen Doppel- oder Reihenhäuschen, die sogar ein Obergeschoss
aufweisen, richtige Badewannen haben und ein Telefon (für den Inselgebrauch!). Auf Mirihi und Machchafushi gibt es auch Häuschen, die auf Stelzen teilweise ins Wasser gebaut sind.
Allen gemeinsam ist der kurze Weg ins Wasser. Die Stromversorgung geschieht über Aggregate, die 220 V Spannung liefern. Es ist empfehlenswert einen Steckeradapter mitzuführen.
Natürlich unterscheiden sich die Inseln nicht nur in der Ausstattung der Gästehütten, die in der gehobenen Klasse teilweise mehrere Räume aufweisen, auch gibt es grosse
Unterschiede bei der Qualität des Restaurants. Eingefleischte Maledivenurlauber suchen sich gerne solche Inseln aus, in denen das Restaurant offen, also nicht klimatisiert ist und
statt gekachelter Böden der feine Sand der Insel unter den Füssen zu spüren ist. Standard ist eine Restaurant mit angeschlossenen Coffeeshop. Im Restaurant werden zu festen Zeiten
Frühstück, Mittag- und Abendessen serviert, teils als Buffet. Der Coffeshop bietet Snacks ausserhalb der Restaurantzeiten bzw Essen a la Carte. Zum Frühstück sind Spiegelei und
Omelett mit Schinken, Pilzen oder Käse allgegenwärtig, Mittag- und Abendessen wechseln sich mit Fisch- und Geflügelgerichten ab. Reis und Nudeln sind die häufigsten Beilagen.
Einmal wöchentlich gibt es auf vielen Inseln einen Maledivischen Abend mit typischen Gerichten und frisch gegrilltem Fisch. Auf Inseln der Komfortklasse gibt es mehrere
Restaurants, die ausgezeichnete Buffets bieten und a la Carte besondere Köstlichkeiten aufwarten. TAUCHEN
Auf den Malediven einen Tauchkurs zu
absolvieren bedeutet in einem der schönsten Tauchgebiete überhaupt mit der Welt unter Wasser erstmals in Berührung zu kommen. Man wird schwerlich eine Steigerung dieser Erlebnisse
finden. Die Ausbildung erfolgt in der Regel in der Lagune, erste Tauchgänge werden am Hausriff absolviert - praktisch vom Steg aus. Generell bucht man das Taucharrangement gleich
mit der Reise, vor Ort ist es meist teurer.
Anspruchsvoll sind viele Tauchgänge, die mit Bootsausfahrten verbunden sind. Auf den Malediven tauchen bedeutet in Strömungen
tauchen. Die Dhonis machen nie fest sondern treiben über den Tauchern am Tila oder Riff entlang. Das heisst auch, dass für solche Tauchgänge eine gewisse persönliche Erfahrung
vorausgesetzt werden muss. Zudem gehört es zum Standard der eigenen Sicherheit geeignete Signalmittel in der Ausrüstung mitzuführen (Signalballon zuzüglich Signalpfeife, kleine
Lampe, Pressluftsignal). Es ist kein Geheimnis, dass immer wieder Taucher aufgrund der Strömung abgetrieben werden, in einigen Fällen wurden diese nicht mehr gefunden.
Man
taucht mit Aluflaschen, Volumen 10l und 12l. Komplette Ausrüstungen sind vor Ort zu bekommen, das Material ist meist in gutem Zustand (wenn Basisleitung aus Europa kommt und nicht
von den Malediven). Das Tauchen ohne Partner und tiefer als 30 Meter ist auf den Malediven verboten. Zum Erhalt ihrer Konzession müssen die Basenbetreiber auf diese gesetzlichen
Vorgaben streng achten. Auf Bandos, der Insel mit dem grössten Angebot für Taucher (Sub Aqua Basis, Leitung Axel Horn), ist das Tauchen mit Nitrox und Rebreather im Programm.
Wer zum Tauchen auf die Malediven fliegt, sollte seine Reise und das Taucharrangement bei einem versierten Spezialreiseveranstalter buchen, der sich mit den Tauchbedingungen
vor Ort auskennt.Viele Inseln haben eine eigene Tauchbasis, die aber nur von wenigen Gästen genutzt wird, da die Insel selbst schlechte Voraussetzungen für d a s Taucherlebnis
bieten. Das ist immer dann der Fall, wenn das Hausriff nur mit dem Dhoni erreicht werden kann (Riffkante mehrere hundert Meter vom Ufer entfernt). Damit sind kostengünstige und
spontane Tauchgänge am Hausriff unmöglich.
Aber auch bei Inseln mit schönem und nah gelegenem Hausriff kann es bei Ebbe Probleme geben über den Korallensaum an die
Aussenseite zu gelangen. Dann muss auf die Durchbrüche geachtet werden, die entweder zum Steg führen oder die an geeigneten Stellen speziell für die Tauchgäste angelegt wurden.
ZIELGRUPPEN UND BESONDERHEITEN
Aufgrund der langen Flugzeiten und wesentlich geringeren Kapazitäten als am Roten Meer sind die Malediven nicht als Ziel für
spontane Reiseentscheidung geeignet. In der besten Saison muss einige Monate vorher gebucht werden um sicher zu gehen, dass auf der gewünschten Insel auch Plätze frei sind. Trotz
bestätigter Buchung hat es immer wieder zur Hochsaison Probleme gegeben, da die Ressorts überbucht waren. Wegen des weiten Flugs und des Transfährs sind Maledivenaufenthalte
deutlich teurer als ein Tauchurlaub am Roten Meer, auch auf einer “einfachen” Insel. Wer den Komfort liebt und auch auf einer abgelegenen Insel eher das Flair einer
exklusiven Hotelanlage vorzufinden wünscht, auch hier wird man vor Ort fündig und kann entsprechende Ressorts buchen.
Familien mit Kindern findet man seltener auf den
Malediveninseln. Es gibt auch kaum Einrichtungen, die speziell auf Kinder unter den Gästen abgestimmt wären. Die Eltern müssen sich in der Regel selbst um ihren Nachwuchs kümmern,
was bis zu einem gewissen Alter bedeutet, dass tauchende Eltern nie zusammen ins Wasser gehen können.
Zugang zur Kultur der Malediven und zu ihren Bewohner findet man nur
schwer. Auf den Hotelinseln arbeiten nur männliche Einheimische, Frauen und Kinder bleiben immer auf ihrer Heimatinsel zurück. Einge Einheimischeninseln dürfen von Touristen
besucht werden. Das sollte man sich nicht entgehen lassen, findet man dort doch eine eigenartig ruhige und zurückgezogene Stimmung vor.
Wer bereit ist einen etwas teureren
Urlaub mit Tauchen satt auf einer abgelegenen kleinen Insel zu verbringen, der ist auf den Malediven bestens aufgehoben. Doch auch für die Extras rundherum (das Bier an der Bar,
ein Essen a la Carte) muss man noch einen Betrag einplanen, der spürbar über dem liegt, was am Roten Meer zu bezahlen ist.
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