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Made in Sweden als Markenzeichen verspricht hohe Alltagstauglichkeit bis hin zu winterlichen Temperaturen. Der Poseidon Diving Suit 4
geht mit diesem Anspruch ins Rennen und konnte im Langzeittest unsere Redaktion erwärmen. Gut verarbeitet und angenehm zu tragen lässt er vor anstehenden Tauchgängen
manches Mal die Entscheidung zwischen einem Trockenen und dem halbtrockenen Diving Suit 4 schwer fallen.
Manche Taucher können sich einfach nicht mit einem
Trockentaucher anfreunden, obwohl sie im Süßwasser und im Winter ihrem Hobby nachgehen. Hier entscheidet nicht allein der Preis, auch die unbekümmerte
Bewegungsfreiheit, die ein Halbtrockener bietet, spricht für sich, gerade bei Filmern und Fotografen oder weniger geübten Sportlern. Mit dem Diving Suit 4, den wir
über ein Jahr in allen Situationen einsetzten und ein großes Spektrum an Erfahrungen sammeln konnten, ist man in unseren Breitengraden tatsächlich rundum gut bedient,
selbst vom Mittelmeer bis zu den kühlen Tagen am Roten Meer. Vom Schnitt her ist dieser Poseidon – Anzug ein Klassiker. Als Long John mit Jacke (Beine bis zur
Mitte des Oberschenkels angesetzt) und daran angeschnittener Kopfhaube gibt es über Kombinationsmöglichkeiten wie bei sog. Dreiteilern (Overall, Weste, Kopfhaube)
keine Diskussionen. Man zieht beide Teile an, fertig, so wird getaucht. Arme und Beine sind von 7 mm weichem J-Schaum Neopren geschützt, den besonders
kälteempfindlichen Oberkörper isolieren 14 mm. Die Kopfhaube mit Glatthaut – Manschette am Gesichtsabschluss bietet mit 4 mm Materialstärke gute Isolierung und
angenehme Bewegungsfreiheit. Der Long John ist hoch geschnitten, bis zum Hals, der Reißverschluss verläuft auf der Rückseite, kann jedoch mit Hilfe des
Verlängerungsbands am Zipper einfach und ohne fremde Hilfe geöffnet und geschlossen werden. Der RV ist mit Glatthaut hinterlegt was den Durchsatz von Wasser hier
deutlich verringert. Reißverschlüsse an den Beinmanschetten erleichtern das Überziehen, auch diese sind mit Glatthaut hinterlegt. Kneepads schützen diesen allgemein
besonders strapazierten Bereich eines Tauchanzugs. Die Innenkaschierung aus weichem Plüsch mit wärmereflektierendem Titanium (gleiches Material auch bei der Jacke)
lässt das An- und Ausziehen mühelos erledigen, der konturorientierte Schnitt unterstützt die Bewegungsfreiheit. Die Jacke ist mit langen Beinansätzen geschnitten.
Der rechte Beinansatz ist geschlossen ausgeführt, das sorgt für den richtigen Sitz während der gesamten Tragezeit und es wird kein Schrittlatz benötigt. Der RV führt
an der linken Körperseite vom Beinansatz bis zum hoch gezogenen Abschluss in der Kopfhaube. Der Gesichtsauschnitt der Haube kleinstmöglich ausgelegt um auch unter
echten Kaltwasserbedingungen bestmöglichst zu isolieren. Die Armmanschetten sind doppelt ausgelegt, innen typische Glatthautmanschetten zum Abdichten wie bei
Trockentauchanzügen, darüber eine mit RV versehene äußere Manschette. Farblich schlägt der Poseidon Diving Suit 4 keine Purzelbäume, schwarz und dunkelgrau zeigt
sich die Außenkaschierung sehr zurückhaltend.
Einsatz
Trocken oder halbtrocken, im Poseidon Diving Suit 4 ist man tatsächlich so gut wie trocken,
legt man nach dem Tauchgang den Anzug ab, was besonders bei kühlen bis kalten Außentemperaturen als sehr angenehm empfunden wird. Hat man diese Erfahrung erst
einmal gemacht, trägt man diesen Anzug dann doch öfter, als man anfangs plante. Bemerkenswert ist die Passform, bedingt durch das hochwertige weiche
Neoprenmaterial, das es erlaubt mit den Standard – Herrengrößen S – XXL alle potentiellen Kunden zu bedienen. Beim Tauchgang spürt man durchgängig die
komfortable Bewegungsfreiheit, die Schnitt und Material bieten. Wünschen würden wir uns eine Fixierung des Zippers an den Beinmanschetten. Während des Tauchgangs
bleibt der RV nicht immer in seiner geschlossenen Endposition.
Fazit
Wer hätte gedacht, dass im Langzeittest ein Anzug immer noch die Frage offen
lässt: Tauchen wir heute trocken oder halbtrocken? Der Poseidon Diving Suit 4 hat das geschafft. Viel Know How unauffällig realisiert, angenehm zu tragen, bestens
wärmeisolierend, seinem Understatement nach eher ein Engländer als ein Schwede. Ein moderner Klassiker für höchste Ansprüche.
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