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Eine künstlerische Suche nach Atlantis, so ist der Messestand von Willy Dorn auf der Boot überschrieben, so ist auch das Motto seiner vielen Werke zu verstehen, die auf den
ersten Blick faszinieren und mit der Dauer der Betrachtung eine Fülle neuer Aspekte sichtbar machen.
Willy Dorn, Jahrgang 1954, stammt aus Berlin und wird in seinem Werk
in der Nähe der Wiener Schule des Phantastischen Realismus angesiedelt, der von Künstlern wie Arik Brauer, Ernst Fuch und Rudolf Hausner repräsentiert wird. Der Anziehung seiner
Bilder kann sich niemand entziehen, zu stark ist ihre Kraft.
Visionen eines bildhaft gewordenen Tiefenrausch, wäre eine Möglichkeit der Beschreibung, doch es träfe nicht den Kern. Denn Willy Dorn geht es in seinen Werken nicht um die
Verzerrung der Erlebnisse in der Welt unter Wasser, er kombiniert meisterlich aufs Äußerste genau gemalte Details mit teils der Phantasie entstammten Szenen, die das versunkene
Atlantis sichtbar machen oder Wracks in schlichter Ruhe zeigen, das alles in unendlichen Sichtweiten und einem stets kühlen Blau. Farben wirken nur dort, wo sie der Künstler
zuläßt, ein Akzent zur Erhöhung der Spannung.
Die Maltechnik, eine Verbindung aus Aquarell und Airbrush-Technik, hat Willy Dorn selbst entwickelt. Die Unterwasser-Landsc
haften entstehen zunächst durch Farbauftrag mit dem Pinsel, wie man es von der Aquarellmalerei her kennt. Danach müssen aus einer dünnen Folie exakte Schablonen geschnitten
werden, die die schon gemalten Farbflächen abdecken. In verschiedenen Schichten mit mehreren Sprühvorgängen spritzt der Künstler den Hintergrund und verbindet so die gemalten
Elemente mit den gespritzten Flächen. Abschließend werden mit Pastellkreide verschiedene Schwerpunkte gehöht, damit gewinnt das Bild an Plastizität.Der Betrachter empfindet in
vielen Werken von Willy Dorn die Verknüpfung ägyptischer wie griechischer Elemente, sieht versunkene Pyramiden oder Tempelruinen. Das Gefühl täuscht nicht, wurde der Künstler
durch lange Aufenthalte am Roten Meer und von seinem halbjährlich auf Kreta gewählten Wohnsitz stark inspiriert. Die Darstellung der Taucher wechselt zwischen harmonischer
Einbindung und Distanz. Der Schutz der zerbrechlichen Unterwasser-Welt ist sein Anliegen, die Sensiblisierung für den im Zustand der Schwebe gehaltenen Raum. Akribisch, penibel im
Detailreichtum der Darstellung wird sein Malstil genannt. Doch genau das fesselt auch das Auge, regt an sich lange mit dem Gesehenen auseinanderzusetzen. Die unendliche Klarheit
der Szenerieen unter Wasser sind neben den Kompositionen versunkener Tempel, Dome oder Pyramiden ein weiteres phanastisches Element, denn so wie dargestellt verschließt sich die
grenzenlose Weite dem Auge jeden Tauchers. Man meint sogar das eine oder andere Bild auch zu hören, ein lichter Klang in einem weiten Raum, das zart verhallt. Farben und Klänge
innerlich verschmolzen lassen das Gefühl eines Tauchgangs entstehen.
Während ihn der halbjährliche Griechenland-Aufenthalt inspiriert, dort werden vieleSkizzen für spätere
Werke erstellt, haben seine vielen Auslandsreisen seit Beginn der 70er Jahre, als er auch in Lörrach das Studium zum Kunsterzieher aufnahm, viele Elemente seiner künstlerischen
Entwicklung bestimmt. Seit 1979 arbeitet er in seinem eigenen Atelier in Mühlacker, gibt Gestaltungskurse an Volkshochschulen sowie Kurse für Malen und Zeichnen auf Kreta. Dazu
kommt seit 1997 seine Tätigkeit als Kurs- und Reiseleiter für Studien-Kontakt-Reisen SKR in Bonn.
Doch nicht nur weite Reisen allein sind für Willy Dorn wichtig neue
Motive, neue Bilder zu sehen. Es gehört auch das intensive Erleben der Unterwasser-Welt dazu, das Ein - und das Abtauchen, das Schweben, das Zurücklassen aller Hektik und
Ansprüche der Welt oben. Das Schweben und Gleiten in der Unendlichkeit, die Beobachtung seiner Bewohner und Landschaften, das ist es, was Willy Dorn immer wieder braucht seine
Kreativität nicht versiegen zu lasssen. Dann finden die Besucher der BOOT in Düsseldorf, die er seit 1995 als Aussteller bereichert, wieder neue Visionen der Realität von Willy
Dorn. Das Gespräch mit dem Künstler, dazu ein Glas griechischer Wein, entrückt die Messehektik rundum und man verliert sich in seiner phantastischen Welt.
Durchaus
erschwinglich ist die Kunst des Willy Dorn auch für Sammler und Liebhaber, die nur begrenzte Mittel haben ein Original zu erwerben. Für etwa DM 3000,- ist ein Original, Format
etwa 50 x 70 cm, zusammen mit einem reprofähigen Dia zu erwerben. So ein Original kann dann vom neuen Eigentümer auch werblich genutzt werden, da ihm das Copyright übertragen
wird. Aber auch hervorragende Drucke, in Mappen zusammengefaßt zu etwa DM 50,- oder als Einzeldruck im Originalformat für etwa DM 30,- , bringen die Werke von Willy Dorn ins Heim
oder den Geschäftsraum. Dazu gibt es auch eine Sammlung von Postkarten mit seinen Motiven, eine besondere Art einen Gruss zu verschicken.
Michael Goldschmidt
Grafikstudio Willy Dorn Hindenburgstrasse 107, 75417 Mühlacker Tel.: 07041-45404 Fax: 07041-83775
Website: www.willy-dorn.de
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