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Auf höchstem Niveau engagiert sich die Firma SCUBA Sicherheitstechnik im
oberbayerischen Haag für reine Atemluft in Tauchflaschen. Man widmet sich dort im Schwerpunkt der Wartung und TÜV – Abnahme von Druckbehältern, zu denen auch die
Tauchflaschen gezählt werden. Für die überwiegende Zahl der Taucher ist das, was Peter Schreiner macht, so unsichtbar, wie die Luft, die sie atmen, denn kaum jemand hat selbst das
Innere seiner Tauchflasche schon einmal inspiziert. Die Atemluft muss den verschiedenen verbindlichen Vorgaben und gesetzlichen Regelungen entsprechen und darf nicht durch Rost-
oder Farbpartikel, Fette und andere Ablagerungen verunreinigt sein. An sich eine klare Sache also, aber hochgerechnet sollen etwa 70% der im Einsatz befindlichen Tauchflaschen
große Abweichungen von der Norm aufweisen.
Seit 1985 ist Peter Schreiner, Jahrgang 64, dem
Tauchsport verbunden. Der gelernte Kaufmann arbeitete zunächst als Assistent, später als Tauchlehrer in Ägypten, auf den Malediven und in Deutschland. Nach zehnjähriger
Berufserfahrung gründete er 1995 im oberbayerischen Haag die Firma SCUBA Adventure, ein Tauchsportfachgeschäft mit angeschlossener Tauchschule. Der Geschäftsbetrieb machte ihm
rasch klar, dass im Schwerpunkt Tauchflaschen - Service in der Branche häufig sehr oberflächlich gearbeitet wurde. Anstatt dem Grundbedürfnis auf reinste Atemluft ernsthaft
gerecht zu werden, füllen seiner Beobachtung nach viele Betriebe Luft oder Nitrox in ungeeignete Behälter, weil deren innere Beschaffenheit Anlass zur Besorgnis gibt. Korrosion,
Rostpartikel, Ölspuren und Flüssigkeit dürften nicht gefunden werden, stellen aber in einem hohen Prozentsatz die Regel dar.
Bei dieser Ausgangslage war der nächste Schritt mehr als logisch, die
Gründung einer weiteren Firma, der SCUBA Sicherheitstechnik im Jahr 1998 mit diesem Leistungsumfang: Prüfbetrieb zur fachmännischen TÜV - Abnahme, Instandhaltung und
Instandsetzung von Druckgasbehältern und Taucherflaschen, Atemschutzgeräten für Druckluft und Sauerstoff sowie Druckluftflaschen, Sauerstoff-Flaschen und
Kohlefaser-Verbundflaschen.
Das zusätzliche Engagement ließ keine Zeit mehr den
klassischen Tauchsporthandel weiter zu betreiben, so dass Anfang 2002 die Firma SCUBA Adventure aufgelöst wurde.
Macht man sich mit den Aktivitäten von SCUBA Sicherheitstechnik vertraut,
so fallen die Eigenentwicklungen des Unternehmens auf: Neue Flaschentrocknungsgeräte; modifizierte Rolliermaschinen zur Innenreinigung von Taucherflaschen; Ventilprüfstände und
Prüfschläuche; Ventilschutzkappen nach GGVSE/ADR zum sicheren Transport von Taucherflaschen auf öffentlichen Straßen (gesetzlich vorgeschrieben für gewerbetreibende sowie für
Privatpersonen); Vertrieb und Wartung von Hochdruckkompressoren.
Darüber hinaus beschäftigt man sich mit verschiedenen Regelwerken die in
dieser Branche wichtig sind, so der Druckgeräterichtlinie, Betriebssicherheitsverordnung, Technische Regeln Druckgase, Gefahrstoffverordnung, Technische Regeln Gefahrstoffe,
Regeln für den Einsatz von Atemschutzgeräten sowie die GGVSE/ADR. Peter Schreiner ist weiterhin als Fachreferent bei verschiedenen Events tätig, wie z.B. den Taucher - Tagen.
Seminare für Tauchclubs, Feuerwehren und andere Institutionen runden das Lehr- und Informationsangebot ab. Seit 2001 unterhält SCUBA Sicherheitstechnik ein kostenloses
Beratungstelefon für Taucher.
Umfangreiches Know How steckt in den Maschinen, die SCUBA
Sicherheitstechnik selbst einsetzt und auch an andere Prüfbetriebe verkauft. An sich müsste jeder mit der TÜV – Abnahme betraute Betrieb vergleichbar ausgestattet sein, wie
SCUBA Sicherheitstechnik, doch der Weg dahin scheint noch weit.
Peter Schreiner nimmt selbst Stellung zur aktuellen Situation und Praktiken
rund um die TÜV – Abnahmen: „Ich stelle fest, dass in den Prüfbetrieben zur TÜV - Abnahme der Druckgasbehälter sowie in vielen Tauchshops/schulen auf die einschlägigen
Regelwerke nicht viel Wert gelegt wird und dass Prüfbetriebe, in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen des TÜV, die Tauchflaschen weder innen reinigen und trocknen, noch die
Flaschenventile mit zur Prüfung vorgestellt werden, obwohl dies gemäß Betriebssicherheitsverordnung, Technische Regeln Druckgase sowie nach dem Verkehrsrecht zwingend erforderlich
ist. In diesen Fällen kann nicht unterstellt werden dass die Prüfungen im vollen Umfang gemäß Betriebssicherheitsverordnung und Technische Regeln Druckgase durchgeführt wird.
Der Kunde bekommt seine Tauchflasche nach der TÜV - Prüfung deshalb oft in
einem schlechteren Zustand zurück, als er sie abgegeben hat. Sie wurde etwa nach der Wasserdruckprüfung nicht getrocknet oder außen deutlich verkratzt, ein Zustand der für mich
nicht tragbar ist. Hier wird der Verbraucher getäuscht.
Im Klartext heißt das, Kunden, gleich ob Taucher, Rettungskräfte wie
Feuerwehr, Wasserwacht, DLRG und andere bezahlen für eine Dienstleistung die nicht zu 100 Prozent erbracht wurde. Seitdem ihm dies klar wurde, ist er Beschwerdeführer gegen den
TÜV Süddeutschland vor dem Bayerischen Staatsministerium für Verbraucherschutz und ist immer bemüht den Tauchern weiterzuhelfen. Deshalb hat er auch ein Beratungstelefon für
Taucher und Rettungskräfte eingerichtet.Dieser Missstand ist aber nicht nur in Bayern so, es handelt sich hier um ein bundesweites Problem.
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