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F. Feinkorn, Jahrgang 1958, lebe in Graz, Österreich.
Bürgerlich heiße ich Klaus Leber und bin Arzt. Das „Graphische“ war stets im Mittelpunkt meines Interesses
und schließlich fokussierte ich vor ca. 25 Jahren rein auf die Fotografie. Etwas später wollte ich auch die Faszination unterhalb der Wasserlinie aufs Bild bannen. Dies war auch
der eigentliche Grund, weswegen ich zu tauchen begann. Damals war ich gerade in Kalifornien und hatte den Pazifik vor der Haustür. Was lag also näher als den OWD und AOWD zu
machen? Meine erste Kamera war eine Motormarine Leihkamera. Die Ergebnisse waren zunächst schlicht katastrophal. Bald investierte ich in eine gebrauchte Nikonos V, aber die ersten
halbwegs brauchbaren Bilder kamen erst nach Jahren. Es ist erstaunlich, welche Barriere das Medium Wasser zu guten Bildern anfangs sein kann. Langezeit war mein eigentliches
Hauptarchiv - der Papierkorb... Vor 10 Jahren kam mir dann die Idee, die Sucherkamera gegen eine Systemkamera mit Autofokus auszutauschen…
Equipment unter Wasser heute
Canon 1 N/RS in Secamgehäuse, 2 Subtronicblitze mit unterschiedlicher Leistung. Objektive: 100 mm Makro, 20 mm, 14 mm. Nikonos RS mit 50 mm Makro.
Apropos, heute
muss man sich schon rechtfertigen, warum man sich noch mit analogem Zeug herumschlägt. Das gilt sowohl für unter- als auch über Wasser. Für mich ist „analog“ nach wie vor
die Fotografie schlechthin. Obwohl ich auch am Computer etwas nachbearbeite, sind für mich Bildkomposition mit dem Sucher und Dunkelkammerarbeit nicht durch „Pixel“
ersetzbar. Das Originelle des Bildes an sich, ist wesentlich für mich. Deshalb setzte ich, wenn überhaupt nötig, den Computer nur bedächtig ein um ein Bild zu
„optimieren“: Tonwertkorrektur, Retouchen von Schwebeteilchen, aber nicht viel mehr. Weitere Eingriffe zerstören die Authentizität des Bildes und das lehne ich ab. Wäre es
bei dieser rasanten Entwicklung vielleicht bald nicht mehr notwendig ins Wasser zu steigen um Top UW-Fotos zu machen?
Die von mir geforderte Qualität erlaubt Vergrößerungen
auf Fotopapier bis 70 x 50 cm. Hier liegt die Grenze des Kleinbildformates.
Schauen Sie einmal bei mir vorbei: www.feinkorn.at
Ein Wort der Redaktion
Die Vielfalt der von Dr. Klaus Leber "foto-grafisch" umgesetzten Eindrücke und Momente
ist beeindruckend. Betrachtet man seine Bilder, so gibt es kein Argument ihn zum Wechsel zu digitalen Aufnahmeformaten hin zu bewegen. Die magische 36, die Anzahl der Bilder, die
ein Kleinbildfilm maximal zur Verfügung stellen kann, fordert dazu auf sich im Werdegang einer Karriere als UW-Fotograf und während des Tauchgangs konkrete Gedanken zu machen, wie
man was abbilden möchte, wie das Bild belichtet wird, was man definitiv zeigen möchte. Da bleibt kein Raum ins Blaue hinein zu experimentieren, am Monitor kontrolliert Bilder zu
löschen. Beim Einsatz der Analogfotografie erfährt man erst nach der Reise, wenn die entwickelten Diafilme auf dem Leuchtkasten liegen, ob man die hohe Kunst der Fotografie im
Griff hat. Und das spürt man in den Bildern von F. Feinkorn.
Michael Goldschmidt
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