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Erfahrungen von Michael Goldschmidt
Seit einigen Monaten setzen wir die Olympus C-8080 über und unter Wasser für
unsere redaktionellen Fotos ein. Schärfe, Auflösung und Kontrastverhalten ist bei schwierigen Motiven unbestritten besser als bei unserem Referenzmodell Coolpix 5000,
das wir seit einigen Jahren verwenden. Erfreulich ist die schnelle Reaktionszeit, die Auslöseverzögerung ist bei einem anvisierten Motiv mit dem Finger am Druckpunkt
des Auslösers nahezu identisch mit einer analogen Kamera. Bevorzugt arbeiten wir über Wasser mit dem Auge am Sucher, hinter dem ein LC-Display das Bild zeigt, fast
so komfortabel wie bei einer SLR-Kamera. Man muss sich an die etwas dunklere Motivdarstellung im Sucher gewöhnen, dann ist man auch sicher bei der Beurteilung der
Belichtung. Den Monitor nutzen wir nur bei geringerem Umgebungslicht oder bei Motiven nahe dem Boden oder bei Aufnahmen über Kopf. Auch im Studiobetrieb macht die
C-8080 eine gute Figur, der Weissabgleich für die Aufnahmen mit Kunstlichtscheinwerfern reagiert tadellos. Leider muss man die individuellen Einstellungen der Kamera
nach deren Abschaltung immer wieder neu eingeben, etwa die Auflösung oder die Empfindlichkeit. Diese fallen bei Betätigung des Hauptschalters in die werkseitigen
Grundwerte zurück. Nur im Standby bleiben sie erhalten, doch der zieht im Hintergrund Energie aus dem Akku. Besonders genossen wir die Möglichkeit zwei
Speicherkarten einzulegen. So hatten wir eine 1 GB CF-Card und eine 510 MB SD Karte bei unserer Manatee –
Reportage in der Kamera, nach zwei Stunden im Wasser war die Kapazität beider Karten fast aufgebraucht – und der Akku, zu Beginn der Fotosession frisch eingelegt, hatte immer noch Reserven!
Erstaunliches leistet der eingebaute Blitz im Unterwassergehäuse. Verwendet man den Streulichtvorsatz, gelingen nahezu schattenfreie Nahaufnahmen und Sediment wird
kaum betont abgebildet – das, obwohl der Blitz nahe an der Objektivachse platziert ist. Über Wasser leistet der phantastische Weitwinkelvorsatz mit seinen 21
mm Brennweite, umgerechnet auf das Kleinbildformat, gute Dienste. Unter Wasser kann er seine Fähigkeiten nur begrenzt ausspielen, denn eine Planscheibe statt einem
Domeglas gewährt den Blick ins Riff. Das verlängert die Brennweite um 1/3 und macht aus 21mm unter Wasser wieder 28mm. In relativ klaren Gewässern kann das für viele
Motive reichen, eine kürzere Alternative zusätzlich hätten wir gerne zur Hand. Also bleiben Fisheye und 19mm Weitwinkel der Referenzkamera vorbehalten, die generell
aber nur die manuelle Blitztechnik zur Verfügung stellt. Olympus hat die TTL-Blitzsteuerung voll im Griff, ob mit dem integrierten Blitz oder seinem kleinen FL20
Blitz, der im UW-Gehäuse zum System passend angeboten wird. Allerdings kann man den externen Blitz nur dann einsetzen, wenn man von einem Zubehöranbieter eine
Kameraschiene mit Blitzarm bezieht. Diese wichtigen Teile gibt’s von Olympus selbst kurioserweise nicht. Fast schwebt das Equipment vor uns im Wasser, das ist
wirklich angenehm einmal nicht mit einem „Treibanker“ unterwegs zu sein. Und das kann Frauen auch gefallen.... die schon längst mehr als einen Blick auf die
C-8080 geworfen haben.
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