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Im kommenden Jahr wird man gewiss darauf verzichten, die Messe f.re.e (Freizeit/Reisen/Erholung) in München als Nachfolgerin der CBR (Caravan/Boot/internationaler Reisemarkt) zu
handeln. Frische, neue Ausstellungskonzepte mit vielen Erlebnisbereichen wirkten erfolgreich allgemein schwindenden Besucherzahlen entgegen. Von Seiten des Messeveranstalters
saßen dafür die Aussteller rund um das Tauchsport auf dem Trockenen, kein Feedback im Abschlussbericht, kein einziges Foto in der Galerie der Pressebilder, obwohl gerade der
Tauchsport auf der f.re.e größtes Besucherinteresse in Halle 6B generierte und alle Schnuppertauchtermine schnell ausgebucht waren.
Die Präsentation des Tauchsports
feierte am Messestandort München auf der f.re.e ein rauschendes Comeback. Für das erste Rauschen sorgte der Tauchcontainer neben der Aktionsbühne, dessen bedrohliche Inkontinenz
am Tag vor der Eröffnung zu hektischer Betriebsamkeit Anlass gab. Was am Theater gilt, traf aber auch auf die Tauchsport – f.re.e zu, eine verpatzte Generalprobe ist ein
gutes Zeichen. Dafür war es am ersten Messetag nicht so ganz einfach als Aussteller oder Journalist die heiligen Hallen vor dem offiziellen Einlass zu betreten, die
computergesteuerten Sperren erkannten den Sonderstatus der Eintrittskarten nicht und das Aufsichtspersonal der Messe hatte keine Kompetenz dies geradlinig und unbürokratisch zu
lösen. Erst ein Technikreset verschaffte dann einen kleinen 15-minütigen Vorsprung vor dem allgemeinen Besucheransturm. Die im Umfeld der Messe München herrschende
Regulierungssucht und Bürokratie wurde von vielen Ausstellern mit langjähriger in- und ausländischer Messeerfahrung in unseren Gesprächen durchgängig kritisiert. So reglementiert
und umständlich sei es nur in München. Das generiert natürlich einen Punkteabzug beim Zufriedenheitsbarometer. Das neue Konzept der Tauchsport – Präsentation ließ
Erinnerungen an vergangene Messejahre verblassen wie eine ausgebrannte Sylvesterrakete. Erfolgreich wurde von Jürgen Steiger (Koordination und Organisation Tauchsportbereich) und
Michael Weber (Direktor Diver`s Indoor – Tauchsportzentrum) der hintere Teil der Halle 6B mit kompetentem Leben und engagierten Ausstellern gefüllt. In Gemeinschaft mit dem
Diver`s traten Seac Sub, PADI, PADI Travel Network, die Organisation für behinderte Taucher IAHD und das Magazin UnterWasserWelt auf. Parallel zum Stand war von früh bis spät
das Schnuppertauchen eine dicht umlagerte Attraktion, vor allem Kids ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, den Messebesuch zu einem kleinen Abenteuer zu nutzen. Die meisten
beantworteten die Frage, ob sie nicht einmal kostenlos das Gefühl des Tauchens ausprobieren wollten mit einem Strahlen in den Augen, wie es sonst nur zwei Stunden vor der
weihnachtlichen Bescherung gezeigt wird. Tauchlehrer Wolfgang hütete seine jeweils drei im 1,2 Meter tiefen Wasser schnuppernden Kids, von denen einige nach rekordverdächtigen
Aufenthaltszeiten sanft auf den Weg zur Umkleidekabine gebracht werden mussten, damit die Warteschlange nicht zu groß wird. So einige der Schnuppertaucher wird man im Diver`s
wieder sehen, diese konkrete Erwartung untermauern die Feedbacks der Kids und deren Eltern nach dem nassen Event. Wiedersehen wird man auch die diversen Gewinner eines PADI
– Open Water Kurses, nachdem die Teilnahmekarten zu diesem Gewinnspiel von Glücksnixe Petra vielhundertfach verteilt worden waren. Mit Blick auf die vielen Kids und Teens
unter den Besuchern, kann man rückblickend den Messezeitraum in den Faschingsferien nur begrüßen, auch 2010 wird die f.re.e in den Ferien veranstaltet. Für Moderator Steve
O..der auf der Aktionsbühne dem Publikum den Tauchsport mit all seinen Facetten näher brachte, war der Ausflug in die Scubaszene relatives Neuland, was er aber locker und dennoch
sensibel absolvierte. Für 2010 wird man am Bühnenkonzept noch arbeiten müssen, vor allem die Veranstaltungstechnik bedarf der Verbesserung und trister schwarzer Molton als
Bühnenhintergrund war wohl eher eine Notlösung denn bewusst gewollt. Die Programmteilung mit Kanuten und Seglern funktionierte, zukünftig muss aber der Terminplan für die
projektierten Aktivitäten auf der Bühne strenger eingehalten werden. Eine Assistenz für Jürgen Steiger, der gelegentlich an zwei Orten gleichzeitig gesichtet worden sein soll,
wird das Team ergänzen müssen. Neben vielen Rekorden, insgesamt kamen mehr als 100.000 Besucher zur beliebtesten Publikumsmesse Süddeutschlands, wurde mit einem 48-stündigen
„Uno“ Spiel im Tauchcontainer ein Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde geschafft.
Viel Beifall erntete Olaf Winkler, „Rolli Olli“, der auf der Bühne im
Interview mit Steve O. dem staunenden Publikum das Behindertentauchen vom Rollstuhl aus erklärte und anschließend im Tauchcontainer einige Übungen zeigte. Schon
jetzt ist sicher, dass der Tauchsportbereich der f.re.e 2010 von weiteren Fachausstellern beschickt werden wird, allen voran signalisierte bereits MARES seine diesbezügliche
Absicht. Andere stehen in den Startlöchern, wollten Sie zunächst den Verlauf der ersten Messe 2009 abwarten. Unter den Herstellern präsentierten sich Bauer –
Kompressoren im Verbund mit Kallweit und dem Ausbildungszentrum für Mischgastauchen, Freediver, Atomic Aquatics und Seac Sub. Optik Heydenreich informierte über moderne
individuell korrigierte Tauchmasken, während gegenüber im Atomic – Zelt Atemregler auf die Prüfbank geschickt werden konnten. Die DTUAG präsentierte Force Fin, O`Neill und
EXD. Nicht ganz einheitlich verhielt sich der Reisemarkt. Lagona Travel hatte sich im Reigen der Reiseanbieter in einer anderen Halle niedergelassen – vom Messeverlauf sehr
zufrieden zeigend aber dennoch hin und her gerissen, ob 2010 die Nähe der Taucher nicht doch interessant wäre. Bluewater Safaris und Markus Ebert mit den hochwertigen Independece
– Safariyachten signalisierten auch ein positives Feedback, interessanterweise ergab der Vergleich des Publikums und die Qualität der Anfragen deutliche Unterschiede zur
boot in Düsseldorf. Für ein Comeback des Tauchtourismus auf Elba stand Werner Nehls mit der Vorstellung seiner Basis Unica Diving, dazu hier ein ausführliches Videostatement. Als Verband am deutlichsten Flagge zeigend war der VIT auszumachen. Am Sonntag konnte Präsidentin Renate Hirse
drei Ehrenmitgliedschaften in einer von ihr moderierten Veranstaltung an verdiente „Urgesteine“ des Verbands Internationaler Tauchschulen übergeben, Helmut Drache, Günter
Würschinger und Martin Waldhauser, alle drei mit Wohnsitz in München und so die Wiege des Verbands eindeutig in Südbayern ausweisend.
Unterm Strich waren die Aussteller im
Tauchsportbereich mit dem Verlauf zufrieden, auch wenn die meisten in der Messedatenbank unter dem Tauchsport – Oberbegriff nicht zu finden waren. Natürlich werden nun alle
vorbereiteten Abläufe und Organisationspunkte mit den Ergebnissen der realen Messetage verglichen. Es wird Korrekturen und Verbesserungen geben, weitere Ideen können einfließen
und 2010 greifen. Angesichts der sehr kurzen Vorbereitungszeit zur ersten Tauchsport – f.re.e kann man auf erfreuliche Ergebnisse verweisen, auch oder trotz der von Seiten
der Messe München kaum bis gar nicht wahrgenommenen Tauchszene in ihrem Onlineauftritt. Zusammen mit Jürgen Steiger und Michael Weber wird UnterWasserWelt das Messeevent 2010 noch
weiter voran bringen, um im süddeutschen Raum ein wichtiges Tauchsport – Kompetenzzentrum zu schaffen, das Österreich, die Schweiz, Italien oder auch die Slowakei und
Kroatien interessieren sollte.
UnterWasserWelt Videodatenbank der Messe f.re.e 2009
UnterWasserWelt Galerie zur Messe f.re.e 2009 - in kürze
www.free-muenchen.de
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