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Mit Riesenschritten verändert sich seit Einführung digitaler Aufzeichnungstechniken die Ausstattung von UW – Fotografen. Gerade Einsteiger greifen immer häufiger zu
digitalen Fotokameras, die mittlerweile hohe Auflösung zum bezahlbaren Preis bieten. Für viele neue Digitalkameras liefern die Hersteller gleich passende UW – Gehäuse mit.
Was fehlt ist aber eine für den UW – Einsatz brauchbare Lichtquelle, denn die objektivnah eingebauten kleinen Blitzgeräte sind hierfür nur unter günstigsten Bedingungen zu
gebrauchen. MB SUB füllt nun diese Lücke mit dem Digital – Foto – Licht, das dank Dimmstufen auch als allgemeine Lichtquelle während eines Nachttauchgangs dienen kann.
Seitdem sich die digitale Fotografie auch unter Wasser etabliert hat wurden zwei nicht unwesentliche Probleme deutlich:
1.) Schwindet das Umgebungslicht, dann
bleibt auch der Monitor, der als Ersatz des Suchers fungiert, dunkel. 2.) Die objektivnah eingebauten Blitzröhren strahlen Schwebeteilchen gnadenlos an und Motive im
attraktiven Nahbereich werden entweder hoffnungslos überbelichtet oder nur mangelhaft ausgeleuchtet.
So steht der Wunsch unserer Redaktion nach wirkungsvollen
Lichtlösungen in Form von Lampen, gerade für die digitalen Kameras, die keinen externer Blitzanschluss haben, seit längerer Zeit an erster Stelle im Katalog sinnvollen Zubehörs
digitaler UW – Fotografie. Aber auch Fotografen mit höherwertigen Kameras, die einen externen Blitz an ihre „Digitale“ anschließen können, brauchen zur
Motivbeurteilung unter schlechten Lichtverhältnissen oder bei Nacht eine zusätzliche Lichtquelle, die man durchaus auch als Mittel zur Bildgestaltung einsetzen kann.
Doch
behalten wir in unserer Betrachtung den Anwender einer digitalen Kamera im Auge, der ohne viel belastender Theorie aber mit großem Erfolg Bilder von seinen Tauchgängen auf den
Chip speichern möchte. Wir geben diesem Anwenderkreis nur einen Tipp mit auf den Tauchgang: Vergessen Sie das eingebaute Blitzgerät, sobald eine größere Menge Trübstoffe im Wasser
feststellbar ist. Das ist in der Regel im See vor der Haustüre so, aber auch vom Mittelmeer bis zu den Malediven finden sich häufig Eintrübungen, die frontal angeblitzt die
Szenerie in ein Schneegestöber verwandeln, zumindest aber einen milchigen Nebel produzieren.
Der richtige Weg zur Motivbeleuchtung „einfacher“ digitaler Kameras ist
also eine externe Lichtquelle, die einem Blitzgerät ähnlich am UW – Gehäuse montiert ist und deren Leuchte stufenlos nach den Anforderungen des Motivs oder der
gestalterischen Idee der Fotografin, des Fotografen, ausgerichtet werden kann. Videofilmer kennen das schon lange und im Grunde wird hier auch eine vergleichbare
Beleuchtungstechnik angewandt, denn der CCD-Chip der Videokameras reagiert bei der Kontrastverarbeitung gleich zum CCD-Chip digitaler Fotokameras. Beide Aufnahmesysteme verlangen
nach sehr weich verteiltem Licht, da der Kontrastspielraum beider Systeme nur eine Blende umfasst. MB SUB hat seit langem die Kompetenz in der Fertigung von Videolichtsystemen,
so dass der Weg zu einer Lichtlösung für digitale Kameras nicht weit war. Die einzige Voraussetzung, die die mit dieser Lichtanlage auszustattenden Gehäuse erfüllen müssen ist das
Vorhandensein eines Stativgewindes. Nur dann lässt sich das Digital – Foto – Licht mit dem Kameragehäuse seiner Wahl zu einer Einheit zusammenfügen.
Nicht nur fototauglich
Wie bereits dargelegt ist das Lichtsystem auch für Videozwecke einsetzbar. Gerade die kleinen UW-Gehäuse von Camcordern im
"Zigarettenschachtelformat" werden mit dieser Lichtanlage ideal ausgerüstet. JVC ist hier als Hersteller führend und bietet für alle Minicamcorder eigene transparente
Gehäuse an, die mit dem MB SUB Licht harmonieren. Soweit ein Stativgewinde in den Gehäusen anderer Hersteller vorbereitet ist, können natürlich auch diese mit dem MB SUB Licht
komplettiert werden.
Das System
Drei Komponenten bestimmen das MB SUB Digital – Foto – Licht: Der flexible Leuchtenkopf mit Arm, das Akkumodul
und die Montageschiene. Im betriebsbereiten Zustand sitzt die Leuchte – in Aufnahmerichtung gesehen – rechts von der Kamera, der Akku, als Handgriff für die Einheit
ausgelegt, ist links an der Schiene befestigt. Fünf parallele Langlochbohrungen erlauben die Anpassung unterschiedlicher Gehäusetypen und Größen an die Anlage. Der Abstand
zwischen Leuchtenarm und Akku misst 21 Zentimeter, so dass Gehäuse mit einer Breite von bis zu 17 Zentimeter verwendet werden können, etwa 4 Zentimeter sollten zum Umgreifen des
Akkurohrs eingeplant werden, damit auch von dicken Handschuhen geschützte Finger bequem positioniert werden können. Um das Lichtsystem beim Transport auf kleinstem Raum zu
verpacken kann die Leuchte wie auch das Akkurohr von der Aluschiene getrennt werden. Mittels 10 beweglicher Elemente kann der Lampenarm individuell ausgerichtet werden. Das
Lampenkabel ist extern, also außerhalb des Arms geführt. Das hat den Vorteil, dass der Arm beweglicher ist und auch extrem ausgerichtet werden kann ohne Gefahr zu laufen das Kabel
auf Dauer mechanisch zu überlasten. Aus Aluminium, seewasserfest eloxiert, ist der Leuchtenkopf gefertigt. Bestückt mit einem weich verteilenden Floodreflektor, geeignet für
Foto- und Videoaufnahmen, und deinem 50 Watt HLX Brenner. Ebenfalls aus Alu ist das eloxierte Akkurohr, das als Behälter für die NiMH - Zellen und als Handgriff eine
Doppelfunktion erfüllt. Am oberen Abschluss ist der dreistufige Drehschalter zur Leuchtensteuerung platziert, am unteren Ende befindet sich ein mit O-Ring gedichteter
Einschraubdeckel für den belüfteten Ladeanschluss. Die Ladung erfolgt akkuschonend mittels elektronischer Timerfunktion verbunden mit Temperaturüberwachung.
Einsatz
Grundsätzlich erklärt sich das System in seiner Handhabung von selbst, man kann bei der Montage eines Kameragehäuses an sich keine Fehler machen. Eine Kleinigkeit, auf die
man aber bewusst achten sollte ist die Prüfung vor dem Einsatz, ob der Deckel, der den Ladeanschluss wasserdicht macht, auch wirklich am Akkuboden eingeschraubt ist. Beim
Fotoshooting wird man die volle Lampenhelligkeit, also Stufe 3, abrufen, denn diese Lichtmenge ist in Konkurrenz zum noch vorhandenen Tageslicht für Aufnahmen im Nahbereich
notwendig. An der Kamera selbst kann man den Weißabgleich entweder auf „Automatik“ oder „Daylight“ eingestellt lassen oder manuell, je nach Bedarf, auf
„Kunstlicht“ umschalten. Im ersten Fall werden die Farben wärmer wiedergegeben aufgrund des höheren Rotanteils im Halogenbrenner, im zweiten Fall werden die Farben kühler
aber technisch korrekt aufgezeichnet. Wie man damit umgeht, kann man für sich selbst entscheiden. (Sonderfall: MB SUB bietet auch eine auf Tageslicht abgestimmte Anlage mit 24W
Xenonbrenner, deren Farbtemperatur etwa 5000 Kelvin beträgt. Hier werden technisch neutrale Farben erzeugt, wer eine wärmere Farbtemperatur bevorzugt kann mit Filtern am
Lampenkopf entsprechend korrigieren. Dafür ist ein Filterhalter des Cokin – Systems an der Leuchte montiert.) Die Qualität des Halogen – Fotolichts ist
ausgezeichnet, es ist weich verteilt und besonders im näheren Bereich wirksam, bei Nacht werden, je nach Transparenz des Wassers, auch Objekte bis etwa einen Meter Entfernung
beleuchtet. Der Leuchtwinkel von 95° über Wasser wird durch die digitalen Kameras nur in Einzelfällen voll genutzt, da bei den einfacheren Gehäusen die Objektive hinter Planports
sitzen, die die Brennweite bekanntlich um 1/3 verlängern. Unter Wasser fotografiert man dann in Weitwinkelstellung des Zoomobjektivs mit einer der Normalbrennweite entsprechenden
Brennweite (übersetzt auf Kleinbildfotografie etwa 50 mm). Nur wer einen Domeport und zusätzlich einen Weitwinkelvorsatz verwenden kann, kommt auch in den Genuss echter
Weitwinkelaufnahmen, die das MB SUB Digital – Foto – Licht auszuleuchten in der Lage ist. Die Dimmung der Lichtanlage ist eher für den begleitenden Einsatz als
Taucherhandlampe gedacht. So hat man mit einem System gleichzeitig Licht für den Nachttauchgang und die Beleuchtung der Fotomotive. Eine praktische Lösung. Auch die Brenndauer,
bei voller Leistung 50 Minuten (Xenon – Version 60 Minuten – diese ist aber nicht dimmbar) ist überzeugend. Die Verwendung des Akkurohrs als Handgriff hinterlässt
einen guten Eindruck, die Ausrichtung des Leuchtenkopfs geschieht mit einem Handgriff, die Stabilität des Gelenkarms ist einwandfrei. Der Abtrieb von 900 Gramm wird
relativiert, da die meisten der kleinen Gehäuse digitaler Kameras aus Kunststoff gefertigt sind und ihrerseits Auftrieb erzeugen. Für den Wechsel des Halogenbrenners kann der
Lampenkopf von seiner Basis abgeschraubt werden.
Fazit
Das MB SUB Digital – Foto – Licht ist die ideale Ergänzung für die kleinen UW –
Gehäuse digitaler Fotokameras. Das Handling ist einwandfrei, Lichtqualität, Leuchtdauer und Ladezeit lassen keine Wünsche offen. Auch fernreisende Anwender werden durch die
geringen Dimensionen angesprochen, die Idee kombinierter Anwendung als Fotolicht und Taucherleuchte gefällt. In der Standard – Version mit einem 50W Halogenbrenner bestückt,
auf Wunsch auch mit einem 24W Xenonbrenner zu betreiben (10 Minuten längere Brenndauer, etwa 30% heller), bleiben in dieser Leistungsklasse wohl keine Wünsche offen.
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