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Einen richtigen Namen hat das jüngste Kind aus der Berliner Taucherleuchten – Manufaktur Kowalski noch nicht. Die im frischen Design präsentierte LED – Stablampe
bekam schon kurz nach der Geburt in bewährter Berliner Art den inoffiziellen Namen „Pfeffermühle“. Damit kann man leben, denn dieses völlig aus dem Portfolio des
Unternehmens herausfallende Produkt ist tatsächlich eine scharfe Sache.
Marina Göbel kommentierte auf der boot 2009 die Frage nach den News 2009 lapidar mit einer
Handbewegung hin zur Vitrine vor mir und den Worten: “Und, wat sagste dazu?“ Da fielen gleich zwei bemerkenswerte Eckpunkte auf: Farbe und Form. Das über die Jahre,
wenn auch erfolgreiche, traditionalistische Design der Kowalski – Lampen, erfuhr mit dieser Neuvorstellung einen Bruch. Zunächst optisch, dann aber auch im Gesamtkonzept der
LED – Leuchte feststellbar. Man trennte sich in Berlin erstmals vom hären Anspruch, Leuchten mit charakteristischer Außenladung des Akkus zu entwickeln. Wer glaubt, man
hätte das Rad der Zeit zurückgedreht, der irrt. Die LED hat überhaupt keinen Ladeanschluss, denn sie wird mit 3 Batterien bzw. Akkus der Größe C (Babyzelle LR14) auf Trab
gehalten. Mitnichten ein Rückschritt in die Taucherlampen – Steinzeit, vielmehr intelligente Reaktion auf neue Leuchtmittel und die bekannt durchschnittliche Pflegefaulheit
vieler Lampenuser, wenn das gute Stück im Keller „verscharrt“ unbeachtet längere Tauchpausen zu überleben versucht. Und, schaut man sich bei Tauchgängen das Equipment
der Gruppen so an, egal ob in den Tropen oder im See vor der Haustüre,, es ist ernüchternd, wie wenige eine Lampe mitführen, ein an sich elementares Ausrüstungsteil, das vielen
Tauchgängen erst einen Sinn verleiht, das Beobachtungen ermöglicht und Fauna und Flora deutlich sichtbar macht. Mit dem Startschuss für die hauseigene LED
hat Kowalski mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
- Low – Budget – Produkt im bekannten High End - Finish des Herstellers;
- Modernste LED –Technik elektronisch unterstützt; - Pfiffiges Design das auch ergonomisch punktet; - Batteriebetrieb; - hochwertige Verarbeitung;
Mit diesen
5 positiven Attributen ausgestattet, könnte die LED zu einem Senkrechtstarter werden bei all jenen, die bislang zögerten, in eine akzeptable Lichttechnik zu investieren. Sehen wir
auf die Szeneprodukte, so fällt die LED im seewasserbeständigen Alugehäuse, das eloxiert ist und eine matt gebürstete Optik zeigt, aus dem Rahmen. Emotional analysiert, sie verrät
nicht, dass sie „nur“ mit Batterien betrieben wird und der Look unterstreicht die Ernsthaftigkeit zur Anwendung bei Tauchgängen, abseits von der Idee des „Notlichts“.
Alternativ gibt es batteriebetrieben nur Produkte aus Kunststoff hergestellt, die vielfach als kleine Reserveleuchte in der Jackettasche schlummern, weit entfernt von der LED
–Technik und dazugehörigen Elektronik von Kowalski. Eine Hochleistungs – LED und dazugehörige Elektronik, die ca. 6 Stunden gleichbleibende Beleuchtungsstärke
generiert, danach bis zu 8 Stunden Notbrenndauer mit reduzierter Helligkeit, ist nur eine Seite der Medaille, Funktionalität, Ergonomie und Verarbeitungsqualität die andere.
Die 5 Watt CREE XR-E Diode wird von einem wirkungsvollen, lang gezogenen Spotreflektor unterstützt, der das Licht deutlich auf 6 Grad bündelt, mit einer nützlichen Halo um das
Lichtzentrum. Der Lichtstrom wird mit 228 Lumen angegeben, ein respektabler Wert mit nur einer 5-Watt Diode. Mit 5000 Kelvin entwickelt die Leuchte ein tageslichtähnliches
Spektrum. Das seewasserbeständige Alugehäuse liegt ausgewogen in der Hand, der mittig reduzierte Umfang des Lampenrohrs kommt der Ergonomie deutlich entgegen.
Geschaltet wird die LED mittels leichter Drehung des Rückdeckels bis zum Anschlag und wieder zurück. Ein simples und bewährtes Verfahren. Das lange Gewinde des Rückdeckels, über
den auch die Batterien zugänglich sind, schließt ein unbeabsichtigtes Öffnen zuverlässig aus. Zwei axiale O-Ringe dichten ab. Bis 200 Meter Tiefe begleitet die LED auch
Unternehmungen weit abseits von Sporttauchgängen. Wer statt der Batterien Akkus verwenden möchte, kann dies natürlich tun.
Fazit
Es muss nicht immer Highend – Technik sein, Vorhandenes Know How in die Realisierung eines an der Basis orientierten Produkts eingebracht führte bei Kowalski zur LED.
Haptisch ein Vergnügen und im Finish wirklich gelungen. In der Summe alles andere als ein Reservelicht und preislich bemerkenswert.
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