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Highend: Diaprojektion mit Überblendtechnik

Highend: Diaprojektion mit Überblendtechnik

Hauptfenster der AV-Steuersoftware m.objects mit den Bild- und Tonspuren. Die gelben Flächen um die Bilder zeigen den Verlauf der Lichtkurve.

Leinwand-Simulation. In diesem virtuellen Fenster auf dem Rechner können Sie die Programmierungen schon vorab sehen und überprüfen.

Der Kodak Ektapro Projektor gehört mit seinen vielen Merkmalen zu den Innovativsten auf dem Markt.

Totgesagte leben länger! Diaschauen sind wieder in. Dank Computer und Hitech-Diaprojektoren werden Diaschauen zum echten Augenschmaus und lassen so manche Videoprojektion verblassen. Auch Neulinge kommen mit der neuen Technik recht schnell zu guten Ergebnissen.

Der Diafilm ist auch unter Wasser bei vielen Fotografen immer noch ein anerkanntes Medium. Höchste Brillanz, Farbsättigung und Schärfe zeichnen ihn aus. Wer die Aufnahmen vor einem größeren Kreis zeigen will, der bedient sich in der Regel eines Diaprojektors. Der zeigt das Dia wohl in seinen schönsten Farben, doch nach spätestens der achten Moräne kommt Langeweile auf. Da werden so manche Erinnerungen an den gefürchteten Diaabend der Eltern wach. Abhilfe ist in Sicht. Erstellen Sie doch einmal eine fetzige mit toller Musik unterlegte Diaschau! Lassen Sie Muränen und Seeigel im Rhythmus der Musik auf der Leinwand vorüberziehen. Sie und Ihr Publikum werden begeistert sein. Übergänge ohne Dunkelpause, ineinander fließende Bilder, schnelle Bildwechsel sind nur einige Vorteile, die eine Diaschau mit zwei oder mehreren Projektoren bietet.

Zu kompliziert? Absolut nicht, vorausgesetzt, Sie verfügen über einen Computer oder Laptop. Den benötigen Sie zum Programmieren (inklusive Soundbearbeitung) und Steuern der Projektoren. Hierzu gibt es zurzeit zwei Programme, so genannte AV-Steuersoftware, auf dem Markt, die sehr einfach und intuitiv zu bedienen sind. Die Projektoren werden direkt an den Computer angeschlossen. Keine zusätzliche Hardware ist nötig. Wings-Platinum heißt das Programm der österreichischen Firma Stumpfl. m.objects nennt die deutsche Firma Richter&Wehner ihre AV-Steuersoftware. Beide Programme basieren auf der gleichen Methode, nämlich Spuren für Projektoren und Sound anzulegen und grafisch darzustellen. Richtig bunt und toll wird das Arbeiten dann, wenn Sie ihre Dias in niedriger Auflösung (als JPEG) einscannen und auf der Festplatte speichern. Die JPEGs verteilen Sie dann auf die einzelnen Projektorspuren. Jetzt haben Sie eine visuelle Hilfe und wissen, welches Dia sich in welchem Magazin befindet. Alle Spuren, die Sie für Bilder und Ton angelegt haben, sind zeitlich miteinander synchronisiert. Das heißt, alle Ereignisse werden zeitgleich erfasst und abgespielt.

Nun geht es ans Gestalten Ihrer Diaschau. Sie müssen entscheiden, wo und an welche Stelle Sie die Dias auf den Spuren anordnen. Hat man sich schon für die passende Musik entschieden, kann man seine Bildwechsel dem Rhythmus der Musik anpassen. Damit Bilder weich ein- und ausgeblendet werden können, müssen Sie für jedes Dia die Blendkurve anlegen bzw. mit der Maus editieren. Bei m.objects wird dies anhand einer gelben Kurve dargestellt (gelbe Fläche im Bild).

So bedeutet ein flacher Anstieg, dass die Lampe langsam aufblendet. Alle Ereignisse lassen sich jederzeit wieder neu editieren und umstellen, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Noch einfacher geht dies bei Wings-Platinum von der Hand. Diese AV-Steuersoftware bedient gleich 2 Projektoren pro Spur. Das heißt, die Dias werden abwechselnd auf der Spur verteilt. Zum Überblenden schiebt man einfach die Bilder ineinander und die Blendkurve wird automatisch generiert.

Sowohl Wings-Platinum als auch m.objects bieten eine virtuelle Leinwand. Hierbei handelt es sich um ein kleines Fenster, in dem Sie jederzeit ihre Programmierung und den gewünschten Effekt überwachen können. Erst wenn Sie hier zufrieden sind, schließen Sie die Projektoren an und begutachten das Ergebnis auf der Leinwand. Auch jetzt können Sie jederzeit korrigierend eingreifen.

Selbstverständlich bieten Ihnen die Programme eine Vielzahl von Effekten. Diese alle auszuführen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Die Experimentierfreude kommt von ganz alleine. Wie gesagt, auch Neulinge finden hier schnell einen Einstieg. Doch nun das Beste: Wings-Platinum gibt in der Basisversion zur Steuerung bis zu drei Projektoren sogar kostenlos! Sie können dieses Programm direkt im Internet herunterladen unter: http://www.stumpfl.com

Wer mehr möchte, kann dann das Programm mit Modulen (gegen Gebühr) erweitern. Auch m.objects bietet eine Demoversion an, die ebenfalls im Internet unter http://www.mobjects.com heruntergeladen werden kann. Probieren Sie es aus und entscheiden Sie sich, welches Programm Ihnen besser zusagt.

Kommen wir zu den Projektoren...

Für anspruchsvolle Diaschauen brauchen sie natürlich die geeigneten Projektoren. Voraussetzung ist ja, dass Sie diese direkt über den Computer steuern können. Und hier kommen nur hochwertige Projektoren der Firmen Kodak (Modelle der Serie Ektapro) und Leica (Pradovit RT-m und RT-s) infrage. Ohne Zweifel, das Beste was Sie auf dem Projektormarkt finden können. Die Entscheidung für diese Modelle liegt einfach daran, dass diese über serielle Schnittstellen verfügen und daher direkt an den Computer angeschlossen werden können. Zudem bieten diese Projektoren die meisten Funktionen, auf die Sie über den Computer direkt zugreifen können. Zum Beispiel können Sie mit der Blende des Projektors schnelle Blinkeffekte erzeugen, indem Sie die Blende bis zu acht mal die Sekunde öffnen und schließen. Weitere interessante Merkmale der Projektoren sind Standby, automatischer Lampenwechsel und die Random Access Funktion. Hierunter versteht man den direkten Zugriff auf jedes Dia im Magazin. Dieses dreht dabei in maximal drei Sekunden auf die gewünschte Position. Der Vorteil hierbei ist auch, dass Sie damit ein Dia mehrmals in Ihrer Show zeigen können. Nicht unerwähnt sollte auch sein, dass die Projektionslampe in 1000 Stufen dimmbar ist.

Auch wenn die Projektoren nicht gerade billig sind, lohnt sich diese Investition. Die Geräte, die ja primär für den professionellen Einsatz konzipiert sind, sind nahezu unverwüstlich. Die Firma Kodak bietet auf ihrer Homepage eine Fülle von interessanten Informationen über die Ektapro Projektoren an: http://www.kodak.de/go/diaprojektoren

Informationen zu den Leica Projektoren finden Sie unter http://www.leica-camera.com

Fazit

Ihre Unterwasser-Dias gehören projiziert. Mit einer AV-Steuersoftware und den geeigneten Projektoren lassen sich schnell anspruchsvolle und spannende Diaschauen verwirklichen. Das Programmieren mit dem Computer ist zeitgemäß und macht Spaß.

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