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STARTSEITE JUGEND Kindertauchen Einstieg
Gewinnspiel f.re.e

Ab wann kann mit dem Gerätetauchen begonnen werden?

UWW 99

Mit seiner Tochter, mit dem Sohn gemeinsam zum Tauchen zu gehen, wird aktuell immer einfacher. Hatte die Tauchsport - Industrie im deutschsprachigen Raum lange gezögert gerade für Kinder und Jugendliche geeignete Ausrüstung in die Kataloge aufzunehmen, gehört es mittlerweile zum guten Ton den Kunden von morgen heute schon für seine Marke zu gewinnen, mit eigens aufgelegten Serien und Produkten. Was die Wintersport - Ausrüster schon früh als wichtiges Produktnerkmal erkannt hatten, findet sich im Tauchsport nun auch: Hochwertiges aber bezahlbares Equipment, damit der Sport von Anfang an Spaß macht und nicht die Freude durch unpassende Kompromißlösungen schon im Ansatz verdorben wird.

Nachdem abgekärt ist, daß ABC, Jackets, Anzüge und Automaten in kinder- und jugendfreundlichen Größen und Ausführungen angeboten werden, müssen nur noch die Eltern überzeugt werden, daß Tauchen genau der Sport ist, den man immer schon ausüben wollte. Taucht ein Elternteil oder gar beide, dürfte der Weg zur Grundausbildung nicht allzu steinig sein. Ohne Richtlinien in der Altersklasse aufstellen zu wollen, was den Zugang zum Tauchsport mit Gerät betrifft, aber es sind bereits Kinder im Alter von 6 Jahren ausgebildet worden, hatte man sichergestellt, daß ihr allgemeines Verhalten sehr diszipliniert und zuverlässig ist. Andererseits mußten auch Kinder im Alter von 12 Jahren zurückgestellt werden, da sie einfach nicht bereit waren die Grundregeln uneingeschränkt zu befolgen. Damit wird klar, daß es sehr vom einzelnen Kind und Jugendlichen abhängt, ab wann der Einstieg zum Abstieg mit Gerät erfolgen kann.

Übertriebener Ehrgeiz der Eltern darf aber auch nicht hinter einer Tauchaus- bildung der Sprößlinge stehen. Der Wunsch muß vom Kind oder Jugendlichen selbst ausgehen. Auch darf man als Elternteil nicht enttäuscht sein, wenn das geliebte Elternhobby nach der Ausbildung nicht weiter ausgeübt werden möchte. Die behutsame Erforschung des oder der Gründe hierfür macht Sinn, denn nicht selten lag es an den Unzulänglichkeiten der Ausrüstung. Ein zu großes Automatenmundstück belastet die Kiefermuskulatur, Lippen und Zahnfleisch so stark, das Schmerzen auftreten können, ein zu langer Mittel- druckschlauch hebelt zusätzlich im Kaubereich. Das muß nicht sein und macht verständlicherweise keine Freude. Masken, die laufend beschlagen oder nie dicht sitzen, Flossen, die zu groß sind und daher durch unnatürliche Fußstellung Krämpfe

auslösen, oder die zu klein sind und ständig drücken, alles nachvollziehbare Beweggründe, sich die Welt unter Wasser doch nur im Fernsehen auf sich wirken zu lassen. Im einen oder anderen Fall kann aber tatsächlich eine natürliche Angst, ein tiefes Unbehagen beim jungen Tauchschüler aufgetreten sein, das muß man zunächst als solches zur Kenntnis nehmen, ohne Druck auszuüben. Vielleicht hatte man sich beim Maskeaus- blasen verschätzt und bekam Wasser in die Nase oder bei der Wechselatmung hatte man sich verschluckt. Das können je nach Typ prägende Erlebnisse sein, die die Lust zum Frust verwandelten. Ist ein Elternteil als erster Tauchlehrer gescheitert, kommt das meist nicht von ungefähr. Um eine natürliche Autorität in der Ausbildung zu schaffen, ist es besser, die Schulung versierten Tauchlehrern zu überlassen. Die nerven nicht mit den Spitznamen des Kindes und zeigen in der Regel auch mehr Geduld, werden Übungen nicht gleich richtig ausgeführt.Treffen all diese Möglichkeiten nicht zu, dann ist der Tauchsport vielleicht wirklich nicht mit den Wünschen und Träumen des Nachwuchs vereinbar. Reiten, Bergsteigen, Fußball oder, oder, oder, die Auswahl ist groß und es muß ja nun niemand zum Tauchen gezwungen werden.
 
Jugendliche als Tauchpartner

Heute begleiten immer öfter Jugendliche als vollwertige Tauchpartner die Tauchgänge Erwachsener. Vierzehnjährige sind häufig schon größer gewachsen als ihre Väter und auch die weibliche Jugend überragt nicht selten in diesem Alter schon die Mutter. Die Kondition übertrifft dabei meist auch noch die der erwachsenen Mittaucher. Bedingt vom eigenen Ausbildungsstand sind Tauchgänge unterschiedlichster Schwierig- keitsgrade machbar. Die Übernahme der eigenverantwortlichen Tauchgang-Gestalt- ung sollte neben dem Aus bildungsstand auch vom Lebensalter abhängig gemacht werden. Hier sieht UnterWasserWelt die Altersgrenze von 18 Jahren als angemessen, auch mit Blick auf die gesetzlich verankerte Volljährigkeit

Kinder als Tauchpartner

Kinder sieht man in Deutschland seltener mit Geräteausrüstung unter Wasser, was zum Beispiel in Frankreich keine so große Seltenheit darstellt. Mit welchem Alter der Einstieg ins Gerätetauchen getan werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt, daß Kinder, wollen sie von sich aus Tauchen, eine wesentlich geringere Scheu und Angst bei der Aus- bildung zeigen, als ältere Tauchschüler. Ist die Disziplin einwandfrei und zeigt das Kind die Bereitschaft sich den Regeln des sicheren Tauchens nach zu verhalten, dann können einfache Tauchgänge in Seen und im Meer durchgeführt werden. Wichtig: Hat ein Kind eine Ausbildung absolviert, sollten die Eltern auch bereit sein, ihr Kind regelmäßig zu geeigneten Tauchgängen mitzunehmen.
 
Immer vor Augen, daß die Verbreitung des Tauchsports ansich in den Händen von Kindern und Jugendlichen lag, die durch die Filme von Hans Hass angeregt worden waren oder von der Fernsehserie Flipper, ist die langjährige Enthaltsamkeit im deutschen Tauchsport dieser Altersgruppe gegenüber nicht verständlich. Kaum ein Strandurlaub oder Ausflug an den Badesee, der nicht von vielen Kindern mit einfachen Masken, Schnorcheln und Flossen angetreten wurde, während die älteren lieber in der Sonne brieten. Nicht wenige der heute noch in den übergeordneten Vereinsgremien als Leiter von Sachabteilungen oder als Vereinsvorstände tätig sind, müssen zugeben, daß ihre eigene Tauchsportausbildung zunächst mangels professioneller Schulung oder gar geeigneter Fachliteratur in einer Grauzone des Probierens ablief, mit überlangen Schnorcheln, Wasserschläuchen oder Tauchgängen mit Preßluft ohne Tiefenmesser und Uhr. Selbst wenn ihre Eltern davon Kenntnis gehabt hätten, mangels Verständnis für die Gefährlichkeit des Tuns ihrer Sprößlinge war hier kein strenges Wort gefallen. Und man muß sagen, aus dieser Generation haben wesentlich mehr überlebt, als modernst ausgerüstete Taucher der Neuzeit, die ihre eigenen Grenzen gleich mit drei Schritten auf einmal ausweiten wollten.

Was sagen die Verbände?

Einstiegsalter

PADI: 12 Jahre
VEST: 12 JAhre
VIT: nicht festgelegt frühestens ab 8 Jahre
VDTL: nicht festgelegt
VDST: nicht festgelegt, frühestens ab 8 Jahre

 

Bedingungen

PADI: Physisch und psychisch geeignet
SSI: Medizinische Abklärung
VEST: ärztliches Attest, guter Schwimmer
VIT: ärztliches Attest, guter Schwimmer
VDTL: Tauchtauglichkeit
VDST: Physisch und psychsich geeignet, Gefühl für die Anforderungen des Tauchens

Freiwasser

PADI: ab 12 Jahre
SSI: ab 12 Jahre
VEST: ab 12 Jahre
VIT: nicht festgelegt, abhängig von Verfügbarkeit passender Ausrüstung
VDTL: nicht festgelegt
VDST: bedingt ab 12 Jahre

Tiefengrenzen

PADI: keine, nur abhängig von Ausbildungsstand (18/21 Meter)
SSI: keine (keine Deko)
VEST: altersabhängig 10-20 Meter
VIT: maximal 15 Meter
VDTL: keine (keine Deko)
VDST: 10 Meter bei 30 Minuten

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