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Der Tauchreise - Fluggast als Abzocker - Freiwild
Es scheint tatsächlich so, als ob speziell
Taucher mit Vorliebe durch gezielte Desinformation und ständig wechselnde Tauchgepäckbestimmungen zur Kasse gebeten werden sollen. Und so langsam frage ich mich, ob ich zukünftig
nicht besser mit dem Auto in den Urlaub fahre, egal ob ich dann vielleicht im Stau stehe. Nachdem ich einige Jahre mit verschiedenen Airlines nach Ägypten geflogen bin, war
dieses mal eher zufällig wieder die Condor dran, zumal ich bei Thomas Cook gebucht hatte. Die Regelung mit dem Tauchgepäck, das heißt bei Anmeldung pauschal 25 Euro für
weitere 10 kg Tauchgepäck zu bezahlen, und auch, dass die Golfer ihre monströsen Taschen umsonst befördert bekommen, ist ja nun hinlänglich diskutiert worden und war mir natürlich
bekannt, sodass ich dieses mal vor Abflug meinen Tauchrucksack zur Sicherheit auf zwei verschiedene Personenwaagen zuhause stellte. Beide zeigten exakt 20 kg an. Stolz stellte ich
fest, dass ich dabei noch nicht einmal auf irgendwas Wichtiges verzichten musste und trotzdem hatte ich auch noch alles zum Tauchen dabei, wie Jacket, Lungenautomat, Computer,
Anzug, Füßlinge etc. Soweit so gut, dachte ich. Schließlich schleift man ja auch immer viel zuviel mit - für eine Woche Ägypten. Da stand ich dann morgens um 5:30 Uhr
völlig entspannt am Schalter von Condor und stellte meinen Tauchrucksack auf die Waage. Erstaunlicherweise zeigte diese exakt 21,3 kg an, also brutale 1,3 kg zuviel. Dies
entspricht also in etwa einem Gewicht, welches den Unterschied zwischen Badelatschen und Bergstiefeln ausmachen könnte. Nun kam in scharfem Ton von Seiten des Condor -
Mitarbeiters die Frage :´ Haben Sie das als Tauchgepäck angemeldet?´ Ich wunderte mich, lag ich doch für meinen Geschmack absolut innerhalb der normalen Gepäckgrenze. Dann wurde
es mir klar - meint er glatt die sagenhaften 1,3kg ?!? Und er wollte nun wissen, ob er mir ´nur´ 25 Euro für angemeldetes Tauchgepäck oder aber aufgerundet 2 kg als
unangemeldetes Übergepäck berechnen soll. Nach zweimaliger Auforderung bekam ich dann meinen Rucksack zurück, nahm den Atemregler heraus, und siehe da, ich hatte nur 17 kg
Gepäck! Dabei beließ es der übereifrige Mitarbeiter aber nicht, sondern erteilte mir noch eine Lehrstunde in Sachen Condor und Tauchgepäck. Demnach MUSS Tauchgepäck IMMER
angemeldet werden. Also auch, wenn man nur 20 kg im Koffer hat. Wovon träumen die nachts? Also, am besten packen Sie demnächst das Tauchequipment in einen unscheinbaren
Koffer und sagen, es befänden sich nur T-Shirts und Unterhosen darin! Lassen Sie alle Taucher – Statussysmbole zuhause und bleiben Sie unauffällig. Ich habe aber an
dieser Stelle für alle Taucher noch einen weit besseren Tipp ! Wünschen Sie sich zu Weihnachten eine dieser riesigen Taschen für Golfer, am besten mit einem dicken Golferzeichen
und vielleicht noch einen billigen Golfschläger, den Sie oben herausschauen lassen, schon sind alle Probleme gelöst!
Übrigens, jedwede Belehrung hätte sich der Mitarbeiter
von Condor sparen können, denn bei so pervertierten Modalitäten zur Beförderung von Tauchgepäck sage ich als Fluggast´ nur BYE-BYE CONDOR!!
Anm. der Red.: Es scheint bei Mitarbeitern von Condor und deren Beauftragten ein beliebtes Spielchen zu sein, Inhalte von Gepäckstücken zu hinterfragen, im
Einzelfall sogar zu versuchen, den Inhalt selbst in Augenschein zu nehmen. Das passierte uns selbst in München, was mit unserer Beschwerde an Condor quittiert wurde. Neben einer
Entschuldigung erhielten wir zum Hinweis, dass hier eindeutig Kompetenzen durch das abfertigende Personal überschritten wurden. Sollte Ihnen ähnliches widerfahren, bestehen Sie
darauf, sofort den Station – Manager zu sprechen und notieren sie sich für die anschließende schriftliche Beschwerde den Namen des Kontakts am Counter.
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