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in der Luft (Baustellen usw) die C-900 Zoom wirkungsvoll schützen. Eine verstellbare Kordel fürs Handgelenk dient eher dem Taucheinsatz. Fällt das Aqua Case ins Wasser, so
verschwindet es nicht in unerreichbare Tiefen, ws schwimmt. Der Auftrieb ist im Süßwasser moderat, kann im Meer aber etwas lästig sein.
Der Blick in den Sucher ist bei
eingebauter Kamera nicht möglich. Im Aqua Case muss das LC-Display zur Motiveinstellung benutzt werden, solange nicht direkte Sonne darauf fällt ansich kein Problem. Der Autofocus
der Kamera arbeitet so zuverlässig, dass die Bildergebnisse immer wieder überraschen. Der Einsatz unter Wasser hat aber natürlich seine Eigenheiten. Da das Gehäuse (leider) nur
einen Planport aus optischem Glas hat, wird die Anfangsbrennweite, die beim Einsatz über Wasser einer Fotobrennweite von etwa 35mm entspricht, unter Wasser auf gut 47mm
verlängert. Das verhält sich hier ähnlich wie bei der Nikonos und ihrem 35mm Standardobjektiv. Das bedeutet, dass weite Landschaftsaufnahmen oder die Abbildung von Tauchern in
ganzer Grösse unter schlechten Sichtbedingungen nicht realisierbar sind. Auch bringt der Blitz durch seine Nähe zum Objektiv eine Menge Schwebeteile zum
“Leuchten”. Für Schnappschüsse ohne Blitz ist das System aber auch in Gewässern mit mässiger Sicht recht gut verwendbar und man wundert sich, wieviele Bilddetails
sichtbar werden, weil die elektronische Bildaufzeichnung schon auf geringe Kontraste wesentlich intensiver reagiert als herkömmlicher Film. Wer auch schon einmal Videoaufnahmen
unter Wasser gemacht hat, der kennt dieses Phänomen. Extreme Nahaufmnahmen bewältigt das System unter Wasser nicht unter Nutzung der kürzesten Brennweite, hat man den Blitz
zugeschaltet. Der wird auf kürzeste Distanzen vom Gehäuse abgeschattet. Das kann man aber durch Verlängerung der Brennweite leicht korrigieren. Die Wirksamkeit des Blitz wird,
abhängig von der Transparenz des Wassers, auf etwa 2 Meter reduziert, hat man die Weitwinkel-Brennweite gewählt. Etwa einen Meter kann man überbrücken, steht das Objektiv in
Telestellung.
Das Handling im Unterwasser-Einsatz ist entspannt, man findet alle Bedienungselemente an selber Stelle wie auch an der Kamera selbst. Ins transparente
Material eingearbeitete Symbole helfen aber der Erinnerung auf die Sprünge. Ohne Handschuhe ist die Bedienung der Tasten im Rückdeckel völlig problemlos, mit unserem dicken
Testhandschuh müssen die relativ kleinen Drücker aber schon genau getroffen werden, was zumindest bei noch nicht unterkühlten Fingern auch gelingt. Von Seiten des Herstellers hat
man in der Formgebung versucht das Gehäuse so angenehm wie möglich in der Hand halten zu können, sodass auch Frauen gut damit umgehen können. Hüten muss man sich jedoch einen
Finger vor das Objektiv oder den Blitz zu halten, das kann unter Umständen leicht vorkommen. Ein externer Blitz wäre natürlich auf der Wunschliste, doch dafür fehlt der Kamera
generell ein externer Synchronanschluss. Versuche mirt Sklavenblitzen brachten nicht den gewünschten Erfolg. So klein und leicht das ganze System ist, ein wenig mehr Gewicht und
dadurch weniger Auftrieb wäre kein Nachteil.
Fazit: Mit einer maximalen Einsatztiefe von 30 Metern istd das Aqua Case PT-003 auch bei einem Maledivenurlaub ein adäquater
Begleiter. Hätte man dem Gehäuse einen Domeport beschert, wäre der Verwendung als Tauchgehäuse ein grosser Gefallen getan worden. Doch auch so macht es Spass die Camedia C-900
Zoom zum Tauchbegleiter zu machen. Die Kosten für Filmmaterial werden auf Null zurückgefahren, wer ein Laptop besitzt, kann die Inhalte der Speicherchips sofort überspielen und so
Platz schaffen für neue Aufnahmen. Aber auch wer kein Laptop sondern nur einen PC besitzt, kann sich vor der Entscheidung für eine Motomarine mit der besprochenen digitalen Lösung
anfreunden, angesichts rapide sinkender Preise für Speichermedien. Ein Clou für Tauchschulen und Tauchbasen: Ein paar Schnappschüsse ihrer Schüler und Gäste während eines
Tauchgangs aufgenommen, können schon 1/2 Stunde danach als einwandfreier Ausdruck auf speziellem Fotopapier für Tintenstrahldrucker vorliegen. Dazu benötigt man kein Spitzengerät
der gehobenen Preisklasse. Wir können uns nicht vorstellen, dass diese Bilder nicht auch gleich gekauft werden, vielleicht dazu auch noch die als JPG-Datei vorliegende Bilddatei
auf Diskette. Und wieder sind wir der Zukunft ein Stück näher....
Produktinfos
Material: Policarbonat Dichtung: 1 O-Ring Verschluss: Kunststoffklammer
Sucher: Monitor der Kamera Optik: Planport (Glas) Funktionen: Alle, 10 gefederte Durchführungen, ein Drehhebel Maße: BxHxT 165x116x90 Leergewicht: 413 g
Einsatzgewicht 765 g Hydostatik: Auftrieb Tauchtiefe maximal: 30 m Preis: ca Euro 203,49 (Stand 6/99) Infos: Olympus Info und Order (Direktimport) Plus / Minus
+ einfache Bedienung + alle Aufnahmefunktionen erreichbar + handlich + gute Verarbeitung + Preis - nur Planport - kein externer Blitz möglich
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