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Edler geht es fast nicht mehr. Der silberne Gussblock strahlt eine Aura aus, die seinesgleichen sucht. Das Design ist elegant und
ergonomisch zugleich. Dreizehn Durchführungen mit insgesamt 17 anwählbaren Positionen stellen nicht nur Hobbyknipser auf die Probe, auch versierte Fotografen müssen
sich erst einmal einarbeiten und nach längerer Abstinenz wieder üben. Beherrscht man das Seacam - F5, kann man damit auf höchster Ebene professionell arbeiten. Seacam
ist bekannt für seine exzellente Verarbeitung. Beim F5 - Gehäuse scheint sich der Hersteller nochmals gesteigert zu haben. Innen sieht das F5 - Gehäuse aus wie das
Luxusappartement eines Ferienhotels. Der ohnehin schon sehr glatte Silberguss wird mit einer saugfähigen, lichtschluckenden und reflexfreien Kunststoffschicht
überzogen. Diese samtartige Ausflockung gibt dem Gehäuse beste Haltungsnoten. Man merkt: Sogar die Kamera fühlt sich in diesem Ambiente wohl. Wie auf Seife gleitet sie
in ihr Bett, sitzt unverrückbar auf den Zehntelmillimeter genau, muss nur noch mit der griffigen Stativschraube fixiert werden.Die Position der Kamera ist so
ausgelegt, dass man den Film ohne Probleme wechseln kann. Traumhaft sauber sind die Kabel der beiden Blitzbuchsen und der TTL-Verbindung verlegt. Das ist so
vorbildlich, dass man diese Arbeit als Referenzkriterium nehmen könnte. Der TTL-Schuh ist selbst gefertigt, rastet gut ein, kann aber nicht fixiert werden. Zu den
Besonderheiten des Testgehäuses zählt eine Pilotlampenschaltung auf der linken Seite und ein sehr gut funktionierender EIN/AUS-Schalter. Die Bedienung der beiden
elektronischen Schalträder kann vorgenommen werden, ohne die rechte Hand vom Griff nehmen zu müssen. Auch der AF - Stop kann mit dem Auslöser sehr ergonomisch bedient
werden. Wer nach herkömmlicher Art Entfernung und Blende manuell einstellen möchte, findet dafür linker Hand zwei griffige Einstellräder. Erforderlich sind diese
Eingriffe normalerweise nicht.Am Testgehäuse waren die Eingiffe auf Belichtungskorrektur, Mode, AF-Selekt und Mehrfachbelichtung nicht arretierbar, wobei es eigentlich
nur für Plus/Minus und eventuell die Modeverstellung erforderlich wäre. Seacam liefert das aber optional und Sie sollten es dann auch verlangen. Die
Wipphebeleinstellung (zwei Funktionen mit einem Hebel) ist aber gar nicht so schlecht, wie man denken könnte. Da das Gehäuse sehr neutral im Wasser liegt, kommt man
mit den Einstellungen auch ohne Arretierung recht gut klar.Etwas diffizil ist an der F5 die Übertragung auf die Taumelplatte zur manuellen Umschaltung der AF -Felder.
Seacam hat das Problem mittels einer fünfzapfigen Welle gelöst, die beim Drehen mit dem linken Daumen die Messfelder abwechselnd betätigt. Ob und wie das jemand in der
Eile machen soll, bleibt Sache des Anwenders. Immerhin kann man damit recht funktionell arbeiten, wenngleich dieser Eingriff eher spektakulär denn wichtig ist.
Gleiches gilt wohl auch für den AE – Select - Schalter, mit dem man unter Wasser von Matrix auf Spot oder Intergral umschalten kann. Zu den weitgehend
überflüssigen (jedenfalls für Urlaubsfotografen) Dingen gehören auch die rückwärtigen Funktionen BKT, ISO, L und Blitz-Mode. Wobei letztere von versierten
F5-Fotografen möglicherweise noch gelegentlich genutzt wird. Dieser Eingriff sitzt gut gesichert am Gehäuseboden und ist als Wippschalter für zwei Funktionen
ausgelegt. Mehr präsent ist der vordere Eingriff auf den CSM - Schalter. Hier kann man vom Single - AF auf Continous - AF schalten oder auf manuell. Weil der Hebel
sehr exponiert sitzt, kann man ihn schon mal versehentlich verstellen. Kontrollieren Sie deshalb vor dem Tauchgang seine Stellung. Der Haupt – O -Ring sieht
aus wie ein 3,5 mm dicker, schwarzer Engerling, der sich wohlig in seiner Nut wälzt. Seine Shore - Härte ist genau richtig. beim Reinigen verformt er sich kaum, lässt
sich deshalb wieder problemlos einlegen. Für die Spannverschlüsse am Rückdeckel braucht man etwas Schmackes. Ihre Spannkraft ist nicht unbedingt etwas für zarte
Damenhändchen, zumal man sich die Finger an den Handgriffen einklemmen kann, wenn man sorglos und gedankenverloren hantiert. Die Spannkraft hat aber auch ihr Gutes. Zu
ist dann eben auch zu. Erwähnenswert, weil einfach Spitze, ist der Displayeinblick in Schrägform, der eine bequeme und deutliche Übersicht auf das Mäusekino
gewährleistet. Das Objekt der Begierde ist im Prinzip nicht mal die Nikon F5 selbst, es ist ihr phantastischer Sportsucher, der selbst bei Nacht ein Bild
offeriert, dass es einem die Sprache verschlägt. Aber er ist halt leider sehr teuer und seine Konstruktion gestattet nur den Einblick in waagerechter bzw. horizontaler
Lage, was sich zumindest bei bodennahen Objekten in der Praxis als nicht optimal herausstellt. Diese Crux kann der UW - Fotograf vermeiden, wenn er sich für die Seacam
- Sucheroptik S45 entscheidet. Damit spart er sich den Original – Nikon - Sportsucher und bekommt dafür ein reales Sucherbild, das sich im 45° - Winkel bequem in
Schwimmlage einsehen lässt. Für hochformatige Aufnahmen kann der Winkelsucher gedreht werden. Zusätzlich ist das Sucherbild auf +/- 3 Dioptrien einstellbar und die
Color - Matrixmessung bleibt anders als beim Original – Nikon - Sportsucher erhalten. Gegenüber dem Original verdunkelt sich das Winkelsucherbild etwa um eine
bis 1,5 Blenden, was bei Verwendung eines
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