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STARTSEITE MEDIZIN Druckkammerbehandlung Druckkammerbehandlung 3
Gewinnspiel f.re.e

Tauchunfall und Druckkammerbehandlung

Patient und Arzt mit Sauerstoffatmung in der Druckkammer

Versorgung eines Tauchunfallopfers in der HBO Regensburg

Versorgung eines Tauchunfallopfers in der HBO Regensburg

Risiken für Dekompressionserkrankungen

Auch bei völlig unauffälligen Tauchgangprofilen können Dekompressionsprobleme entstehen, die letztlich in der Druckkammer therapiert werden müssen. Grundsätzlich gilt: Je eher mit der Behandlung begonnen wird umso schneller und wahrscheinlicher ist die Heilung.

Risiken bei Tauchgängen in warmen Gewässern

Überzogenes „Non Limit Tauchen“;

Tauchen stets an den Grenzen der verbleibenden Restnullzeit des Computers;

Tauchgang kurz vor Beginn einer Flugreise;

Dehydrierung – zu wenig Flüssigkeitsaufnahme (Risiko Nr. 1 in den Tropen);

Keine Klimaanpassung;

Bewegungssportarten (Volleyball, Beachball, Tennis) nach Tauchgängen;

Sauna, heiße Dusche (alles was die Blutzirkulation erhöht);

Foramen ovale (unerkanntes kleines Loch im Herz);

Risiken bei Tauchgängen in kalten Gewässern

Kälte;

Körperliche Belastung während eines Tauchgangs (Strömung, Arbeit);

Einschürung durch engen Anzug;

Einschnürung bei Membran-Trockentauchanzügen;

Eingeschränkte Durchblutung;

Foramen ovale (unerkanntes kleines Loch im Herz);

Grundsätzliche Risikogruppen, so bestätigen die behandelnden Ärzte in HBO-Zentren sind erstaunlicherweise Tauchlehrer und langjährig erfahrene Taucher. Hier könnten viele unfallfrei absolvierte Tauchgänge Anlass zu leichtsinnigen Verhaltensweisen sein. Andererseits weiß man auch, dass nicht selten von den an Basen beschäftigten Tauchlehrern und Assistenten ein Vielfaches an Tauchgängen pro Tag abverlangt wird, als es der Gesundheit je zuträglich wäre (Zum Beispiel pro Tag zwei geführte Tauchgänge - bis oder über 30 Meter -, Tauchkurse, Schnuppertauchen, wenn es geht noch ein Nachttauchgang). Sich dessen bewusst nehmen viele Betroffene Aspirin ein in der Hoffnung, dass die blutverdünnende Wirkung das „Schlimmste“ verhütet.

Tauchunfall – wann in die Druckkammer?

Von der Zweiteilung der Symptom - Gruppen (DCS 1 und DCS 2) und daraus resultierender Schwere des Unfalls ist man hinsichtlich einer Beurteilung, ob ein Kammeraufenthalt erforderlich ist, zwischenzeitlich abgekommen. Grundsätzlich sagt man, dass alle aufgetretenen Erscheinungen therapiebedürftig sind. Eine neue Auflistung kann so aussehen:

I.) Taucherflöhe (Kribbeln unter der Haut), Bends (Gelenke und Haut);

II.) Pelziges Gefühl, Taubheitsgefühl (kalte Hände obwohl warm): Nerven (Sensibilität) gestört;

III.) Beginnende Ausfallerscheinungen, Sehstörungen, Schwindelgefühl, Übelkeit;

IV.) Querschnittsymptomatik (Lähmung) mit Blasenschwäche;

V.) Bewusstseinstrübung (Gehirn!)

Natürlich sind alle mit einer Lungenverletzung (Lungenüberdehnung) einhergehenden Unfälle ebenfalls druckkammerpflichtig, doch hier genügt nicht die HBO-Therapie als rein physikalische Behandlung allein, hier sind begleitende Maßnahmen erforderlich wie Schockvorbeugung und Erkennung wie Behandlung eines eventuell aufgetretenen Spannungspneu (Luft aus der Lunge in den Brustkorb eingedrungen).

Auf Grund der Dichte der im deutschsprachigen Raum eingerichteten Druckkammerzentren ist durchaus die Überlegung verzichtbar, ob für den Transport eines Verunfallten eine Druckkammer notwendig wäre.

Generell ist am Unfallort zu beachten: In schwereren Fällen (mit Symptomen) ist Sauerstoffbeatmung durch eingewiesene Personen durchzuführen, die nach langjähriger Erkenntnis ein Optimum der Erstversorgung darstellt. Begleitend dazu sind auch Maßnahmen gegen Schock einzuleiten (Flüssigkeitsaufnahme, Lagerung). Verunfallte Personen müssen ohnmachtssicher im Schatten gelagert werden. (siehe auch Software TAUCHEN 4.01)

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