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Mit dem Ocean 11000 stellte Coltri Sub seinen aktuellen Spitzenatemregler vor, der auch für Tauchgänge im Kaltwasser geeignet sein soll.
UnterWasserWelt tauchte mit dem kleinen Schwarzen ab.
Im Konzert der Atemregler spielt der Ocean C 11000 keine erste Geige, dafür ist er im
deutschsprachigen Raum noch zu unbekannt. Das große Verbreitungsgebiet der Coltri – Atemregler ist im Süden Europas angesiedelt, schließlich ist der Sitz des
Unternehmens Coltri Sub auch in Italien. Es ist der Preis, was den C 11000 durchaus interessant macht, ein kaltwassertauglicher Atemregler unter € 300,- spricht
stets Kunden an, die ihre Ausgaben kühl kalkulieren und nicht nach den Sternen greifen wollen, die am Atemreglerhimmel besonders strahlend leuchten. Allerdings steht
der C 11000 in diesem Preissegment nicht alleine da und muss sich die Lorbeeren redlich verdienen.
Erste Stufe
Membrangesteuert und balanciert,
das ist die Technik, die im matt verchromten Messinggehäuse zum Einsatz kommt. Die Ventilkammer ist gegen Wasserkontakt mit einer Membran abgedichtet, worauf die
Kaltwassertauglichkeit basiert. Zwei Hochdruck- und vier Mitteldruckabgänge bieten genügend Anschlussmöglichkeiten auch mit einem Trockentauchanzug auf Tiefe zu gehen.
Die erste Stufe kann als DIN oder INT-Version geordert werden, als DIN in Ausführungen für 230 bzw. 300 bar.
Zweite Stufe
Drehbar am
Mitteldruckschlauch befestigt ist die ganz aus Kunststoff gefertigte zweite Stufe C 1000. In vornehm mattem Schwarz gehalten strahlt sie ein gewissen „Tec –
Feeling“ aus. Am auffälligsten ist der harte Blasenabweiser, mit dem die Stufe leicht am Kinn aufliegt. Zwei Ausblasventile entlüften die zweite Stufe und
minimieren so die Gesamtatemarbeit. Der Einatemwiderstand kann an einem Drehregler, der links an der zweiten Stufe befestigt ist, variiert werden. Dabei wird die
Eintrittsrichtung des Luftstroms in die Atemkammer, in einem Winkel von etwa 90° zwischen Membran und Mundstück, verändert. Diese Veränderung wirkt sich in erster
Linie subjektiv aus und hat keinen größeren Einfluss auf die Werte der Atemarbeit insgesamt. Mit diesem Mechanismus kann man auch die Ansprechbarkeit für
„Predive“ und „Dive“ steuern. Der Wasserdruck wirkt außen großflächig auf die Membran, was einem heute bei vielen Atemreglern angewandten Prinzip
entspricht durch diese technische Lösung weiteren positiven Einfluss auf die Atemarbeit zu nehmen. Die Membran ist innen mit einer Metallplatte belegt, so dass die
Ausatemluft zu einem gewissen Teil auch zur Erwärmung der Atemkammer beitragen kann, ein wichtiger Aspekt im gesamten Umfeld des Vereisungsschutzes.
Einsatz
Die Testtauchgänge fanden im Süßwasser bei einer Wassertemperatur von 11° C statt. Dabei wurden keine Funktionsmängel festgestellt. Die
Atemarbeit ist subjektiv als leicht zu bezeichnen. Die individuelle Regulierung des Luftstroms kann auch mit dicken Handschuhen vorgenommen werden. Das Rändelrad
an der ersten Stufe DIN, aus Kunststoff gefertigt, lässt sich gut greifen, der O-Ring sitzt tief in seiner Nut und macht nicht den Eindruck, dass er bei der Montage
des Ventils an der Flasche leicht herausfallen würde.
Fazit
Coltri`s Ocean C 11000 macht insgesamt einen guten Eindruck. In dieser Preisklasse ist
er aber nicht allein am Markt. Unter Umständen punktet die ohne Ausbauteile zugesicherte Kaltwassertauglichkeit und das System zur Veränderung des Einatemwiderstands.
Understatement steht ihm gut, doch ein wenig mehr könnte er schon von sich Reden machen.
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