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Calypso, da schwingt Leichtigkeit und Lebensgefühl mit. Die Karibik lässt grüßen. Doch unser Anlass sich mit d e r Calypso zu
beschäftigen ist ein anderer. Im Jahr 1996 sinkt im Hafen von Singapur das legendäre Forschungsschiff des Commandante Cousteau, am 25. Juni 1997 verlässt er
selbst seinen irdischen Posten, den er bis zuletzt der Welt unter Wasser gewidmet hatte.
Jacques Yves Cousteau selbst zu begegnen, das hatte schon etwas
außergewöhnliches. Man stellte sich den großen Mann der Meere auch als den kraftstrotzenden, über alles hinausblickenden Mittelpunkt vor, trat man ihm das erste Mal
selbst gegenüber, musste man sein Erstaunen ob der zierlichen Person, die einem die Hand reichte, gut unter Kontrolle halten. Cousteau und Hass generieren in einer
Überfliegergesellschaft nur noch wenig Ehrfurcht und Kenntnis ob ihrer großen Leistungen, ohne die der Tauchsport heute nicht denkbar wäre. Unterschiedliche Ansätze
bewegten Cousteau und Hass, der Franzose war lange Jahre militärisch unterstützt, der Österreicher machte den Ansatz einer Passion durch die Kriegsgeschehnisse, die
ihn in tropischen Gefilden festsetzten, zum Lebensmittelpunkt als UW-Fotograf und Filmer. Hass hatte seine Xarifa, Cousteau die Calypso, um auf den Weltmeeren den
Unterwasserabenteuern nahe zu kommen. Während die Xarifa von Hans Hass bewusst nach dem Abschluss aller ihrer Aufgaben versenkt worden war, ging die Calypso,
längere Zeit unbeachtet und sich selbst überlassen im Hafen von Singapur auf Grund, ein Jahr vor dem Tod des großen Cousteau. Hier setzt das Buch CALYPSO an. Der
Verlust der weltweit agierenden Forschungsplattform von Cousteau kann von seinen Weggefährten und Verehrern seiner Forschungen und publizistischen Arbeit nicht
hingenommen werden. Das Ziel wird formuliert: Die Calypso muss gehoben und restauriert werden. Das Vermächtnis Cousteaus muss erhalten bleiben. In
einfühlsamen Passagen kommen Zeitzeugen zu Wort, die sich für den Erhalt der Calypso einsetzen, sie am Meeresgrund besuchen. Es ist schwierig, die benötigten
Geldmittel für die Hebung und Überführung der Calypso nach Frankreich zu organisieren, französische Sponsoren zu mobilisieren und staatliche Mittel für die
Restaurierung zu erhalten. In diesem Buch lebt in vielen Passagen Cousteau selber wieder auf, Erinnerungsprotokolle geben seine Haltung wieder. Ein kleiner Bildteil
ergänzt den Inhalt, macht Cousteau und seine Mannschaft sichtbar.
Und was bleibt? Dies ist eine Frage, die sich nach dem Ableben eines charismatischen Forschers
und Entertainers für die Meere stellte. Wohl auch, weil sich die leiblichen Erben Cousteaus seinen Fußstapfen folgend nicht so glänzend bewähren konnten, ist die
Calypso der brennende Mittelpunkt dem Commandante ein lebendiges Denkmal zu setzen. Bernard Dussol lässt uns hautnah dabei sein, dem Tauchsport – Commandante ein
Denkmal zu setzen.
Autor: Bernard Dussol Titel: CALYPSO Seiten: 224 Abbildungen: 19 Format: 22 x 14 cm
Laminierter Pappband 1. Auflage 2009 Verlag: Kosmos Web: www.kosmos.de ISBN 978-3-440-11735-4
EUR: 19,95
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