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Viele träumen davon ein Mal mit den Delfinen zu tauchen. Besonders die Apnoetaucher fühlen sich dem Delfin verbunden, weil er auch Luft atmet und trotzdem ist das Wasser sein
Element.
So machten wir uns auf den Weg zu den Azoren, um den Delfinen in ihrer natürlichen Umgebung zu begegnen. Also suchte ich ein Delfin –und
Wahlwachingunternehmen, das uns sicher zu den Meeressäugern bringt. Das Unternehmen Pico Sport auf den Azoren mit einer der Delfinsichtungsquote von über 99% erlaubt praktisch bei
jedem Ausflug Delfingruppen aufzufinden - also perfekter Partner für dieses Projekt.
Die erfahrenen Skipper bedienen sich bei der Suche einer alten Walfängermethode. Auf
den Inselerhebungen sind auf ihren Beobachtungstürmen die „Vigia“ (Beobachter) postiert. Sobald einer der Meeressäuger zum Luftholen auftaucht, wird seine Position von Vigia
an das Boot gemeldet.
Die Delfine sind oft etwas launisch. Sie haben aber generell Interesse für die Boote. Wenn die Meeressäuger „schlecht“ drauf sind,
schwimmen sie im Zick-Zack Kurs und teilen sich in viele kleineren Gruppen auf. Dann wird die „Verfolgung“ sehr schwierig.
Wenn die Delfine „gut“
drauf sind kommen sie sogar auf Armlängendistanz. Das Streichen der Delfine ist auf den Azoren allerdings verboten. Man darf nicht vergessen, dass es wilde Tiere sind und zu ihrer
eigenen Sicherheit nicht zu stark an die Menschen gewöhnt werden sollen.
In den letzten Jahren 20-30 Jahren sind viele interessante Studien über Konditionierung der
Delfine durchgeführt wurden. Wenn allerdings der Mensch ins Reich der Delfine vorstoßen möchte, um mit ihnen in ihrer natürlichen Umgebung zu tauchen, haben die meisten
zumindest am Anfang Probleme. So hatte ich die Idee die Menschen für die Delfinbegegnungen zu „konditionieren“.
In den Jahren als Rekordjäger und Wettkämpfer in
Apnoetauchen, konnte ich wertvolle Erfahrungen im Freitauchen unter verschiedensten Bedingungen sammeln. Nach einigen Ausflügen konnte ich so eine Technik entwickeln bei der man
sich an den Rand des Bootes legt, vorventiliert und ohne Spritzer ins Wasser gleitet. Der Schwung wird benutzt, um gleich abzutauchen. So kann man selbst bei ungünstigsten
Bedingungen Kontakt zu den Delfinen herstellen. Auf diese Weise entsteht eine Interaktion, bei der die Delfine die „Besucher“ beschauen und mit Ultraschall und Pfiffen
untersuchen.
Selbst für die geübte Taucher ist unter Stress und durch ungewöhnliche Umgebung meist das Gesichtsfeld beschränkt. Man hat mehr oder weniger einen
Tunnelblick. Deswegen ist es sinnvoll vor den Delfinausflügen sich erst einmal an die Bedingungen unter Wasser zugewönnen. Wir haben Tauch- und Atemtechniken erlernt, die es
ermöglichen die Qualität der Ausflüge erheblich zu steigern. So bauten wir auf natürliche Art und Weise Stress ab und erlebten dabei die unglaubliche Unterwasserwelt des Ozeans.
Auf den Azoren strecken sich überall erstarrte Lavazungen in den Ozean und erinnern so an die turbulente Entstehungsgeschichte des Archipels. In den unzähligen Spalten
verstecken sich eine Vielzahl von Lebewesen. Die Barakudas kommen immer wieder ganz nah bis an die Küste heran. Dies ist ein gutes Trainingsgebiet für unser Vorhaben.
Als wir zu den Delfinen aufbrachen, waren wir für das Abenteuer gerüstet. Mit dem Boot „Apollo“ ging’s in den Ozean hinaus. Nach gut einer Stunde holprigen Ritts
über die Wellen, bekam der Skipper den Funkspruch mit genauer Position einer Delfingruppe. Er korrigierte leicht den Kurs und nach fünf Minuten Fahrt sahen wir... die Delfine. Mit
wilden Sprunge bewegten sie sich kurssicher vor uns. Der Skipper gab ein Zeichen das wir uns zum Tauchen klar machen könnten. Der Michael, der Bootsbegleiter von Pico Sport,
erzählte uns dabei einiges über das Verhalten der Delfine.
Mit „Go“ gingen Zweiergruppen ins Wasser. Als wir ins Wasser glitten sahen wir, wie eine größere
Delfingruppe an uns gemächlich vorbeizog. Die Delfine drehten sich abwechselnd auf den Bauch, um uns besser sehen zu können. Man konnte ihren Sound hören. Ein Delfin aus der
Gruppe schwamm auf uns zu und plötzlich vernahm man den Sound nicht mehr mit den Ohren, sondern mit dem Körper.
Jede Delfinbegegnung ist einzigartig und unvergesslich. Es
sind Begegnungen der dritten Art im Blauen Planet – dem Planet der Delfine
Es sind weitere Seminare „Feitauchen bzw. Apnoetauchen mit Delfinen“
auf den Azoren geplant. Infos: www.arthur-hoerner.de Kontakt: arthur.hoerner@web.de
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